Getestet

DJI Mavic Air 2

Endlich mal sich selbst bei der Mountainbike-Tour filmen, die ganze Familie von oben, den Sonnenaufgang im Zeitraffer – und das aus Vogelperspektive: Kein Problem mit der DJI Mavic Air 2. Die kleine Kameradrohne kostet nicht mal die Welt, zumindest wenn man bedenkt, wie viel Hightech darin eingebaut ist. Allein, die Regeln sollte der Drohnenpilot kennen, ­damit dem Spass nichts im Wege steht.

Die chinesische DJI ist Marktführer bei zivilen Drohnen. Mit der Mavic Air 2 legt sie die Latte für Rivalen höher. An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Die vier Arme, an denen die Rotoren sitzen, lassen sich einklappen, ­sodass 570 Gramm schwere Drohne mit einem Packmass von 18 mal 10 mal 9 Zenti­meter in jeden Rucksack passt. Vorne, hinten und unten befinden sich jeweils Sensoren, mit denen die Air 2 Hindernisse erkennt – wichtig etwa, wenn sie im Tracking-Modus selbständig ein Objekt verfolgt.

Die Drohne hat eine 12-Megapixel-Kamera mit ½-Zoll-Sensor eingebaut und einer festen Blende von f/2,8. Sie lässt sich nach links, rechts, unten und nach oben schwenken – leider nicht sonderlich weit, auch ein Zoom fehlt. Befestigt ist die Linse an einem Gimbal, so liefert sie auch bei waghalsigeren Flugmanövern ein stabiles Bild. Mit einem Blickwinkel von 84 Grad macht sie Weitwinkelaufnahmen. Das Live-Bild der Drohne wird störungsfrei an die DJI-App auf dem Smartphone gesendet, das an die Fernbedienung gesteckt wird. Mit diesem Ensemble lässt sich die Air 2 kinderleicht steuern, bis zu 10 Kilometer weit. In der ­Praxis ist das kaum möglich, denn Drohnen dürfen nur in Sichtweite geflogen werden – ausserdem hält der Akku lediglich eine halbe Stunde durch. Trotzdem faszinierend, vor allem sorgt das neue DJI-Übertragungssystem für stabile Verbindungen bei normalen Flügen.

Die App ist einfach zu bedienen und bietet ­einige Extras: Modi etwa, damit die Drohne wie eine Rakete nach oben zischt und ein ­Video aufnimmt, Zeitrafferaufnahmen in 8k-Superauflösung oder eben das Verfolgen von Objekten. Die Air 2 kostet mit Fernsteuerung und Akku 830 Fr. – für 170 Fr. mehr gibt es sinnvolles ­Zubehör wie zwei Akkus, Ladestation oder Tasche dazu. Ein fairer Preis, schliesslich wird für viele Smartphones mehr verlangt.

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