Getestet

Ekster Tracker Card

Alles wird smart. Man kommt sich manchmal richtig dumm vor. Das jüngste Beispiel von Intelligenzija unter Dingen: die schlaue Geldbörse Ekster 3.0. Sie blockiert nicht nur Hackerangriffe per Funk auf die Karten in der Geldbörse, mit einem kreditkartengrossen Zusatzchip hilft sie auch beim Finden des Portemonnaies oder anderer verloren gegangener Dinge.

Erstmal: Der Geldbeutel selbst ist wenig smart. Das junge, holländische Unternehmen Ekster bietet verschiedene Portemonnaies, die alle recht handlich sind, sich aber in der Form unterscheiden. Der Parliament etwa wurde speziell für eine neue Kickstarter-Kamapagne überarbeitet. Er fasst im Hauptkartenfach sechs Karten zum Zahlen, ID oder Führerschein. Die Besonderheit: Dank RFID-Schutz blockt es Funkverkehr. Niemand kann so unbefugt die elektronischen Kartendaten auslesen. Zudem verfügt es über einen cleveren Mechanismus. Per Tastendruck werden alle sechs Karten schön gestapelt ausgeworfen. Beides macht das Parliament-Portemonnaie relativ dick. Hinzu kommen weitere drei Fächer, zwei innen, eins aussen, sowie ein Gummi für Geldscheine. Die Münzen sollten im Sparschwein bleiben, so empfiehlt es das Unternehmen.

Clever wird das Ekster-Produkt durch eine Tracker Card in Form einer Kreditkarte. Darauf findet sogar ein kleines Solar-Panel Platz. Drei Stunden in der Sonne sollen Strom für gut drei Monate bringen. Faszinierend. Über eine intuitive App wird das Smartphone mit der Tracker-Karte gekoppelt. Anschliessend genügt ein Druck auf den eingelassenen Knopf im Tracker, um das Handy zum Klingeln zu bringen. Umgekehrt erklingt von der Tracker-Card ein Alarmton nach Button-Druck in der App. Beides funktioniert nur in Bluetooth-Funknähe. Zudem zeigt das kleine Programm die letzte bekannte Position der Karte. Das Smartphone verbindet sich dazu regelmässig mit der Card über Bluetooth und speichert den Ort. War die Karte lange Zeit nicht mit dem Smartphone gekoppelt, kann der letzte Aufenthaltsort natürlich ziemlich veraltet sein. Der Geldbeutel Parliament ist die 79 $ nicht wert. Hier gibt es Besseres für weniger Geld. Die Tracker Card für 49 $ allein ist auch nicht billig, überzeugt aber dank ihrer kompakten Masse. Und kann die Nerven von weniger smarten Naturen schonen.

, Closing Bell / Getestet

Leser-Kommentare