Getestet

Garmin Fenix 6x Pro Solar

Garmin besitzt Chuzpe. Für knapp 1000 Fr. ist die Fenix 6x Pro Solar zu haben – weit mehr als das Doppelte der günstigsten Apple Watch, der erfolgreichsten Smartwatch weltweit. Allein, der Vergleich hinkt: Sowohl von den verwendeten Materialien wie auch von den Funktionen kann die Apple Watch der 6x nicht das Wasser reichen. Die Garmin-Uhr richtet sich mit ihren vielfältigen Funktionen an Sportler. Für den Preis leistet sie sich nur wenige Schnitzer.

Die 6x Pro Solar hat ein Kunststoffgehäuse, rückseitig von einer Metallplatte geschützt. Die ­Lünette ist mit Titan und Carbon ummantelt. Das alles wirkt hochwertig – und ziemlich gross. Wer von einer Herrenarmbanduhr umsteigt, bekommt einen Schock: 51×51 Milli­meter misst die 6x, in der Tiefe 15 Millimeter. Das wirkt selbst an einem Männerarm wuchtig, es gibt zum Glück auch kleinere Versionen.

Die Garmin-Uhr hat ein transflektives Display, das wenig Strom verbraucht, in direktem Sonnenlicht gut ablesbar ist, im Dunklen mit einer Hintergrundbeleuchtung arbeitet – aber leider Farben viel weniger brillant darstellt als von Apple- oder Samsung-Uhren gewohnt. In der getesteten Version sitzt unter dem Display eine Solarzelle, mit der die Uhr beim Tragen auf­geladen wird. Clever. Bei den Funktionen für Sportler punktet die Uhr richtig: Ob Joggen, Schwimmen, Velofahren, Golfen oder gar Fallschirmspringen – die Garmin hat für jeden was parat. Auf dem internen Speicher lassen sich über eine App Musik oder Karten speichern, etwa von Golfplätzen oder Wanderrouten. Dort gibt es auch andere Zifferblätter oder Zusatzprogramme, etwa für den Sonnenstand.

Die 6x Pro Solar überzeugt vollends, wenn es um die integrierten Sensoren geht: GPS-, Glonass-, Galileo-Navigation, Puls sowie Pulsoximeter für Blutsauerstoffsättigung, barometrischer Höhenmesser, Thermometer und mehr. Allein die Bedienung über fünf Druckknöpfe, ohne berührungsempfindliches Display, braucht etwas Übung. Sportler werden mit der Fenix 6x Pro Solar glücklich.

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