Getestet

Huawei FreeBuds Studio

 «Hörst du mich?» Seitdem die Telefonie sich immer stärker auf die Kommunikation über die Internet- anstelle der herkömmlichen Telefonverbindung verlegt hat, wird diese Frage wohl ebenso häufig zu Beginn eines Gesprächs gestellt wie diejenige nach dem Befinden. 

Für den Tester der ersten ohrumschliessenden Kopfhörer von Huawei gab es zwei mögliche Antworten: «Ja, aber die Person dir gegenüber höre ich fast noch lauter» war die erfreulichere, auch wenn das nicht für die Kalibrierung des Mikrofons spricht. Oft kam jedoch einfach gar keine Antwort, weil der Anruf am Kopfhörer vorbeiging und auf dem Handy selbst landete. Ähnliche Schwierigkeiten ergaben sich beim Versuch, die (derzeit viel zu häufigen) Calls über Zoom, Skype oder Google Meet mit dem Gadget des chinesischen Herstellers zu bestreiten – im selben Browser, von dem eben noch Musik erklang, blieben die Kollegen stumm. Diese Probleme mögen am iPhone gelegen haben oder an falschen Einstellungen. Das Problem liess sich auf die Schnelle nicht lösen. Solange der Klang bei den FreeBuds Studio von Huawei ankommt, bieten diese allerdings echten Musikgenuss, vom Genre unabhängig. Ob leise oder laut, Geigen, Gitarren oder elektronische Bässe, der Sound war so gut, wie man es für etwa 200 Fr. erwarten kann. Die begehrtere schwarze Version war im Internet teurer. 

Obendrein sind die Huawei FreeBuds Studio bequem, auch für Menschen mit grossen Köpfen und Ohren. Trotz ihres hohen Gewichts von 265 Gramm drücken sie auch nach mehreren Stunden nicht. Deshalb – und dank dem lange haltenden Akku und der effektiven Geräuschunterdrückung – kann man sich damit auch ganztags dem Musikgenuss hingeben. Alle Funktionen gibt es leider nur für Huawei-Smartphones. Und die Konkurrenz von Sony, Bose & Co. ist gross.

, Closing Bell / Getestet

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