Getestet

iPhone 12 Pro

Zurück in die Zukunft, scheint das Motto von Apple beim neuen iPhone 12 Pro gewesen zu sein. Zumindest beim Design: Schluss mit den runden Formen des iPhone 11. Beim neuen Smartphone dominieren wieder die harten Kanten früherer Generationen. Nach einer ­gewissen Gewöhnungsphase liegt das neue Modell jedoch überraschend gut in der Hand. Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger sind die Dimension und das Gewicht fast gleich ­geblieben. Das Vorgängergerät wirkt wegen der Rundungen dennoch kompakter. Leicht gewachsen ist das OLED-Display des Neuen, das nun 6,1 Zoll misst, nach zuvor 5,8.

Als wichtigste technische Neuerung hat Apple sämtliche Modelle der neuen iPhone-Generation mit 5G ausgestattet. Es bleibt jedoch beim Versprechen. Die Abdeckung mit dem neuen Mobilfunkstandard ist in der Schweiz bekanntlich erst im Aufbau begriffen. Zudem fehlt eine wirklich zwingende Anwendung für den privaten Gebrauch. Trotzdem: Telefonieren, surfen und streamen lässt sich auch so ordentlich mit dem neuen Smartphone. Die Apps reagieren rascher als beim Vorgänger. Möglich macht dies der vom US-Tech-Konzern entwickelte A14-Bionic-Chip, der in Tests sogar Chips von Intel und AMD geschlagen hat. Wie viele ­iOS-Updates dieser Geschwindigkeitsvorteil schlussendlich durchhält, muss sich zeigen.

Punkten kann das iPhone aber mit der Kamera. Die Bilder sind detailreich, die Farben kräftig. Erst bei starker Vergrösserung beginnen die Ränder zu verpixeln. Das gilt auch für Nachtaufnahmen. Ein sogenannter Lidar-Scannner, sichtbar als schwarzer Punkt neben den drei Kameras, sorgt für gelungene Fotos bei wenig Licht. Wen der Preis von 1129 Fr. nicht schreckt, der findet im iPhone12 Pro ein Telefon, das höchsten technischen Ansprüchen genügt. Ein Kauf drängt sich aber nicht auf. Andere Hersteller treiben die ­Innovation mit Geräten voran, die erst noch deutlich günstiger sind.

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