Getestet

Kobo Sage

Weihnachtszeit, Zeit für die Liebsten, Zeit zum Entspannen – und endlich, sich mit einem ­guten Buch in die Ecke zu verziehen. Gadget- und E-Book-Freunden macht das besonders viel Freude mit dem Kobo Sage, dem neuesten E-Book-Reader des kanadisch-japanischen Entwicklers. Das Flaggschiff lässt wenig vermissen. Nur über den Preis sollten die Marketing­strategen des Hauses noch mal nachdenken.

Der Sage ist hervorragend verarbeitet. Ins Auge sticht das schwarz-weisse E-Ink-Carta-1200-Display. Es löst mit 1920 mal 1440 Bildpunkten auf, sodass Bücher oder auch Comics in acht Zoll gestochen scharf dargestellt werden. Besonders fällt die Beleuchtung auf, die sich auf Wunsch an die Lichtverhältnisse anpasst. Helligkeit, Farbtemperatur und Blaulichtstärke regelt das Gerät automatisch. Auf den 32 Gigabyte grossen Speicher des Geräts passen locker 20 000 elektronische Bücher – oder Hörbücher. Die können allerdings nur mit ­externen Kopfhörern oder Lautsprechern gehört werden. Eigene Lautsprecher besitzt der Sage nicht. Ebenso lässt sich der Speicher des E-Book-Readers nicht erweitern.

Neuer Stoff zum Lesen oder zum Hören kommt über den hauseigenen Kobo-Shop, zu handelsüblichen Preisen. Der Sage lässt sich auch mit dem Datendienst Dropbox verbinden, sodass E-Books oder Audiobooks schnell synchronisiert werden. Das Kobo-Produkt unterstützt alle gängigen Formate. Auch gegen das Lesen am, im oder unter Wasser spricht nichts. Sechzig Minuten hält der Sage eine Tiefe von zwei Metern aus.
Bedienen lässt sich der Reader über seinen berührungs­empfindlichen Bildschirm oder zwei Tasten mit gutem Druckpunkt. Der Ein- und Ausschalter befindet sich etwas unpraktisch auf der Rückseite. Wenn sich das Gerät in der Hülle von ­allein ausschaltet, muss es zum Einschalten ­jedes Mal erst entnommen werden.

Wer noch nicht im Amazon-Universum gefangen ist, kann guten Gewissens zum Sage greifen. Mit rund 300 Fr. ist er aber nicht günstig. Zubehör schlägt zu Buche, das Originalcover oder ein Stift für Notizen in Büchern etwa für jeweils 50 Fr. Diese Preise werden dem ­Verkaufs-
erfolg im Weg stehen.

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