Getestet

Leica Disto D2

Zollstock und Massband sind störrische Instrumente. Mit diesen einfachen Geräten eine Wohnung oder gar eine Baustelle auszumessen, ist mühsam, und besonders genau sind die Ergebnisse meist nicht. Einfacher und vor allem schneller geht’s mit Entfernungsmessern, die Distanzen mit Laserlicht bestimmen.

Unter den Herstellern von Geräten, die auch in Baumärkten zu finden sind, fällt die Schweizer Leica Geosystems auf. Sie wendet sich mit ihren Instrumenten an Vermessungsprofis. Mit dem Leica Disto D2, der im Handel ab 180 Fr. zu haben ist, kann sich auch der ambitionierte Heimwerker Profiqualität leisten. Das gut verarbeitete Gerät lässt sich intuitiv bedienen. Wichtige Funktionen sind sieben Tasten mit präzisem Druckpunkt direkt zugeordnet, weitere erschliessen sich über ein gut strukturiertes Menü. Ein ausklappbares Endstück macht Messungen aus Ecken und schwierig erreichbaren Stellen einfach.

Entfernungen, Flächen und Volumen sind schnell vermessen. Eine Pythagorasfunktion erlaubt indirekte Messungen an nicht zugänglichen Stellen. Interessant ist ein Art Selbstauslöser, mit dem messen ohne verwackeln möglich ist. Allerdings fehlt ein Stativgewinde.

So weit aber nichts Besonderes. Erst die Verbindung des Disto mit einem Tablet oder einem Smartphone macht die Wohnungsvermessung wirklich einfach. Die App Disto PLan überträgt die Messergebnisse direkt in ein Foto oder in einen Grundriss, der sich mit etwas Übung grob skizzieren lässt. Die Daten lassen sich als Bild oder als PDF exportieren.

Komplexere Funktionen inklusive Datenexport für professionelle CAD-Systeme, wie zum Beispiel Smart Room, das aus den Messwerten automatisch einen Grundriss erstellt, funktionieren nur mit den teureren Modellen x3 oder x4. Wer hohe Verarbeitungsqualität schätzt, ist mit dem handlichen Gerät von Leica gut bedient, aber es gibt preisgünstigere Produkte.

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