Getestet

LG HF85JS Allegro

Grosse Fernseher liefern ein Erlebnis wie im Kino, und das im heimischen Wohnzimmer. Würden die Geräte bloss nicht so viel Platz wegnehmen. Sie dominieren das Zimmer, da hilft auch die Montage an der Wand wenig. Eine feine Lösung versprechen Projektoren. Der Kurzdistanzbeamer von LG mit dem sperrigen Namen HF85JS Allegro lässt sich aufstellen, wo der Fernseher zuvor stand. Dann projiziert er mit nur 20 Zentimetern Abstand zur Wand schon ein Bild von 120 Zoll. Uneingeschränkt ist das Gerät dennoch nicht zu empfehlen.

Der LG Allegro nimmt gerade mal einen Platz von 11,8 Zentimetern in der Breite, 18,9 in der Höhe und 35,3 in der Tiefe ein. Dank einem Laser schafft der Beamer eine Lichtstärke von 1500 Lumen. Das Bild lässt sich so auch in einem nicht vollständig abgedunkelten Raum recht gut erkennen. Der Lüfter des Beamers rauscht mit «nur» 30 Dezibel, im Ökomodus mit 26. Trotzdem muss sich der Fern-Seher umstellen, wenn er von der klassischen Mattscheibe kommt. Die Geräuschkulisse stört umso mehr, da die eingebauten Stereo-Lautsprecher des Allegro nun wirklich schlecht klingen. Ohne zusätzliche Lautsprecher kommt kaum Heimkinoerlebnis auf. Anschlussmöglichkeiten dafür gibt es zum Glück einige, via Bluetooth, HDMI, Kopfhörerbuchse oder optischen Ausgang. Neben zwei USB-Eingängen findet das Bild über zwei HDMI-Anschlüsse den Weg auf den Beamer – oder es kommt gleich kabellos. Für Video-Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon oder Sky sind Apps auf dem Beamer vorinstalliert. Nach dem Verbinden mit dem Internet – drahtlos oder per Kabel – und dem Einloggen kann es sofort losgehen.

Der LG Allegro läuft mit dem Betriebssystem Web OS 3.0. Damit kamen einst auch die smarten Geräte von Palm. Leider ruckelt Web OS auf dem Beamer. Bei einem Gerät, das im Handel ab 2200 Fr. zu haben ist, dürfte so etwas nicht passieren. Wer von solchen Mängeln absieht, bekommt mit dem LG Allegro Kinoatmosphäre auch im kleinsten Zuhause.

, Closing Bell / Getestet

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