Getestet

Logitech Circle 2

Harte Zeiten für Einbrecher: Der Preisverfall bei elektronischen Geräten sorgt dafür, dass Überwachungskameras im und um das Haus kein Luxus mehr sind. Mit der Circle 2 hat auch ­Logitech eine Sicherheitskamera mit interessanten Funktionen im Angebot. Damit lassen sich nicht nur Langfinger, sondern auch das Tun von Hund und Katz, der Kinder oder des Postboten kontrollieren. Der Fantasie sind nur durch die hakelige Software Grenzen gesetzt.

Wüsste man es nicht schon vorher: Bei der Circle 2 wird überdeutlich, dass Logitech noch immer eine Hardware-Firma ist. Ingenieur­leistung und Fertigungsqualität der Kamera sind exzellent. Die Circle 2 besteht aus zwei Elementen: dem gut 100 Gramm schweren Kameramodul sowie wechselbaren Aufsätzen, in denen Akku oder Netzteil integriert ist. So lässt sich das Gerät sowohl kabellos als auch mit permanentem Stromanschluss betreiben. Zum Lieferumfang gehört eine Halterung für die Wand, optional gibt es eine für das Fenster oder einen Zusatzakku. Logitech gibt die Akkulaufzeit mit bis zu drei Monaten an – etwas zu generös, im Test hielt er mehrere Wochen.

So sehr die Hardware überzeugt, bei der Software wird es harzig. Steuern und Beobachten lassen sich die Aufnahmen der Circle 2 über eine Smartphone- oder Web-App. Die funktioniert zunächst einmal nur im Quermodus. ­Ungewohnt. In der Hauptansicht bietet die App einen Blick auf das Live-Geschehen oder eine Rückblende auf Momente, in denen sich jemand oder etwas vor dem 180-Grad-Blickfeld der Kamera bewegt hat. Als Gimmick: Im ­Zeitraffer fasst das Gerät die Ereignisse eines Tages zusammen. Gespeichert werden die Daten in der Cloud von Logitech. Das 1080-p-Bild der Kamera ist gestochen scharf, auch in der Nacht. Die Kamera soll jedem Wetter ­stand­halten.

Ab Werk ist nur ein Blick auf das Videomaterial des vergangenen Tages möglich. Wer Filme für die letzten zwei Wochen oder gar den ganzen Monat in der Logitech-Cloud speichern will, zahlt für eine Kamera mindestens 3,95 Fr. im Monat. Sparen kann, wer mehrere Kameras nutzt oder ein Jahr im Voraus bezahlt. Dennoch: Es gibt viele günstigere Lösungen, die von der Software mithalten und von der Hardware kaum schlechter sind.

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