Getestet

Logitech Pop Keys

An dieser Tastatur scheiden sich die Geister: Auf der einen Seite besticht die Logitech Pop Keys durch ihr Design, das ins Auge fällt. Andererseits kommen Vieltipper nicht aus dem ­Fluchen heraus. Es dauert, bis man sich an die runde Form der Tasten gewöhnt hat und nicht mehr aus Versehen eine Emoji- statt die Return-Taste drückt. Dem Mut von Logitech, Tastatur einmal neu zu denken, gebührt Respekt.

An der Verarbeitung der Pop Keys gibt es wie gewohnt vom Schweiz-amerikanischen Hersteller nichts zu mäkeln. In drei verschiedenen Farbtönen ist die Tastatur zu bekommen. Die farbliche Beschriftung der Tasten orientiert sich an der Grundfarbe. Das zieht Blicke auf sich und wendet sich gegen das Einheitsgrau traditioneller Keyboards im Büro. Besonders sind auch die fünf Emoji-Tasten am rechten Rand, über die sich Emotionen schnell ausdrücken lassen. In der Verpackung liegen weitere Emoji-Kappen, die sich recht einfach tauschen lassen. Mit der optionalen Software Logitech Op­tions+ können die Funktionen der Tastatur weiter personalisiert werden. Die Pop Keys ist etwas kleiner als herkömmliche Tastaturen und verzichtet auf einen Ziffernblock. So passt sie schnell in den Rucksack. Pfeil- oder Delete-Tasten sind wie andere wichtige Tasten nicht abgesetzt, auch das führt zu einigen Vertippern.
Am Tippgefühl selbst gibt es nicht viel zu kritisieren: Verbaut sind mechanische Schalter, die beim Druck klare Rückmeldung geben. Das Klappern der Tastatur allerdings klingt etwas arg billig und wird dem Produkt nicht gerecht.

Betrieben wird die Pop Keys über zwei AAA-Batterien, die laut Hersteller bis zu drei Jahre halten. Mit dem Rechner oder zwei anderen Geräten, Smartphone und Tablet etwa, verbindet sich das Keyboard kabellos: mit Windows über den Logitech-eigenen Standard Bolt mit eigenem Funkempfänger. Das funktioniert reibungslos. Etwas Zeit braucht stets die Verbindung zu einem Mobilgerät via Bluetooth. Zur Tastatur liefert Logitech im Design angepasste Mäuse, die allerdings recht klein ausgefallen sind, sodass die Benutzung nach kurzer Zeit schmerzt. Für die Tastatur allein sind 75 Fr. fällig. Wem das Design gefällt, der kann zuschlagen. Wer viel tippt, schaut besser anderswo.

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