Getestet

Xiaomi Mi Watch

Heute schon sportlich gewesen? Wer seine Aktivitäten mit der Mi Watch von Xiaomi nachverfolgt, hat die Qual der Wahl: Unfassbare 117 Sportarten zeichnet die Smartwatch der Chinesen auf: Laufen, Schwimmen und Radfahren gehören dazu, aber auch Pferde- oder Autosport, Dart, Tauziehen oder Hula-Hoop. Couch Potatoes bleibt keine Ausrede. Leider kommen beim Tracking nicht nur die eingebauten Sensoren, sondern hin und wieder wohl auch Würfel zum Einsatz. Die Ergebnisse sind nicht immer sehr präzise. Trotzdem ist die Uhr einen genaueren Blick wert.

Wie immer bei Xiaomi: Auch mit Kampfpreis ist die Verarbeitung der Uhr tadellos. 35 Gramm wiegt die Smartwatch samt Armband, das sich aus Silikon leider nicht sehr angenehm anfühlt. Das Band lässt sich dank Schnellverschluss allerdings problemlos tauschen. Die Vorderseite der runden Uhr dominiert ein 1,39-Zoll-Amoled-Display, das Farben sehr schön darstellt und auch bei direktem Sonnenlicht ablesbar ist. Auf der Rückseite finden sich Sensoren für den Puls und die Sauerstoffsättigung im Blut.

Ergebnisse der Messungen lassen sich in der App ebenso auf dem Smartphone ablesen. Dort können die Zifferblätter getauscht werden, mehrere Dutzend gibt es. Da ist für jeden etwas dabei. Gesteuert wird die Mi Watch durch einen Wisch über das Display oder zwei Knöpfe: Einer führt zur Startseite mit allen Apps, die allesamt vorinstalliert und nicht erweiterbar sind, der zweite startet das Training. An Bord befindet sich die Sprachsteuerung Alexa von Amazon. Auf Zuruf lässt sich dann etwa ein Timer starten. Neben Sensoren für GPS hat die Uhr auch solche für Luftdruck, Beschleunigung, Geomagnetismus sowie Gyroskop eingebaut. Im Vergleich zur Apple Watch, nach wie vor Goldstandard unter den Smartwatches, messen die Sensoren deutlich ungenauer. Beim Ausdauertraining sinkt der Puls beispielsweise mal unter vierzig Schläge pro Minute. Schade.

Dennoch bekommt die Mi Watch eine Kaufempfehlung – vor allem dank des Preises um 150 Fr. Die Rivalen von Apple, Samsung oder Huawei mögen genauer messen, sehen allerdings nicht schöner aus und haben deutlich grössere Zahlen auf dem Preisetikett.

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