Getestet

Nokia 5.3

Technikbegeisterte leben in aufregenden Zeiten. Es ist nicht nur problemlos möglich, mehr als 1000 Fr. für ein Smartphone hinzublättern, das allen erdenklichen Tech-Schnickschnack bietet. Zugleich bekommt man für weniger als 200 Fr. ein ausgereiftes Gerät, bei dem an der einen oder anderen Stelle eingespart wird – das sich im Alltag aber nicht verstecken muss. Das Nokia 5.3 ist so ein Gerät, das im besten Sinne des Wortes preiswert daherkommt.

Das 5.3 folgt der jüngsten Formensprache der finnischen HMD, die sich die Markenrechte an Nokia-Smartphones gesichert hat. Die Verarbeitung ist gut. Die Front wird vom 6,55-Zoll-Display dominiert, das recht niedrig auflöst, manchmal gerne etwas heller und brillanter sein könnte und leider nur von Gorilla-Glas, Version 3, geschützt wird – aber, wie gesagt, irgendwie muss der Preis zustande kommen. Dafür gibt es vorne lediglich eine kleine Aussparung für die Kameralinse. Auf der Rückseite sind es gleich vier: neben dem Hauptsensor einer für Tiefe, einer für Ultraweitwinkel und einer für Makro-Aufnahmen. Die Qualität ist gut, wenn auch schnell im negativen Sinne berauschend, vor allem bei wenig Licht.

Das Gehäuse gibt es in drei hübschen Farben, allerdings flutscht das Gerät schnell aus der Hand. Ohne Hülle geht es nicht. Die inneren Werte sind okay: Der eingebaute Chip ruckelt manchmal, belastet dafür den Akku nicht allzu sehr, der problemlos länger als einen Tag aushält. Arbeitsspeicher hat das Smartphone vier Gigabyte, das reicht; der 64-Gigabyte-Speicherplatz für Daten lässt sich per Karte erweitern.

Bis hierhin wäre das 5.3 ein ordentliches Gerät, nicht unbedingt eine Empfehlung wert. Was das Smartphone von der Armada chinesischer Rivalen in ähnlicher Preisregion abhebt, ist die Update-Garantie. Schon jetzt läuft das 5.3 mit Android in der Version 10. Zwei Jahre lang soll es mit Neuerungen für das Google-Betriebssystem versorgt werden, drei Jahre mit monatlichen Sicherheitsupdates. Da kann sich manch ein Flaggschiff-Anbieter im Android-Lager eine Scheibe abschneiden. In den Handel ist das Nokia 5.3 Mitte Juni für 199 Fr. gekommen. Der rasante Preisverfall im Bereich hat den Preis bereits um 10% gestutzt. Dank der Konkurrenz von Xiaomi, Realme, Honor & Co. sollte das 5.3 schnell noch günstiger zu haben sein.

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