Getestet

Nuki Smart Lock 2.0

Jeder kennt die Situation: Man steht schon an der Bushaltestelle, wenn einem siedend heiss einfällt, dass der Hausschlüssel noch auf dem Bürotisch liegt. Da gibt es nur eine Lösung: zurück. Doch was, wenn es eine bequemere und schnellere Alternative gäbe?

Es gibt sie. Mit dem Smart Lock von Nuki wird das Smartphone zum Schlüssel: Über die App lässt sich das intelligente Schloss steuern. Das Gerät wird an der Innenseite der Haustür über den Schlüssel gestülpt und übernimmt so das Auf- und Abschliessen. Damit niemand bei einem Stromausfall vor einer verschlossenen Haustür steht, ist es batteriebetrieben. Gemäss Angaben des Herstellers halten die mitgelieferten Batterien bis zu sechs Monate. Es ist nicht zu übersehen, wenn sie bald leer sind. Das Schloss blinkt dann alle fünf bis zehn Sekunden. Auch sonst kommuniziert Nuki über den Leuchtring am Gerät mit dem Benutzer: Wenn es auf- und zuschliesst genauso wie wenn es gewartet werden will.

Dank einem Test auf der Webseite des Anbieters können Interessierte vor dem Bestellen herausfinden, ob sich ihr Schloss für ein Nuki eignet. Für die Installation wird keine Fachperson benötigt. In weniger als fünf Minuten lässt sich das Smart Lock in Betrieb nehmen. Sobald die App auf dem Smartphone installiert ist, lässt sich das Gerät über Bluetooth mit dem Handy verbinden. So können bis zu 200 virtuelle Schlüssel verteilt werden. Das dürfte Airbnb-Vermieter ebenso freuen wie die Nachbarn, die während der Ferien die Pflanzen giessen oder die Katze füttern. Schlüssel im Blumentopf verstecken war einmal. Mithilfe der sogenannten Bridge lässt sich das Smart Lock 2.0 sogar aus der Ferne steuern.

Doch es gibt auch einige Wermutstropfen. Wenn der Akku des Smartphone leer ist, bleibt die Tür verschlossen. Klar. Gerade weil die meisten Schlösser nicht geöffnet werden können, wenn von innen ein Schlüssel steckt. Zudem ist das intelligente Schloss nicht gerade leise – spät nachts ins Haus schleichen ist schwierig. Und es macht vor allem bei Einfamilienhäusern Sinn. Denn bei Wohnungen braucht es meist ja weiterhin einen Hausschlüssel. Für einen Preis um die 250 Fr. können nun zumindest Hausbesitzer ihren Schlüsselbund im Büro liegen lassen.

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