Getestet

Poco M3

Wir leben in aufregenden Zeiten: Es ist nicht nur problemlos möglich, ein Smartphone für mehr als 1000 Fr. zu kaufen. Noch faszinierender ist es, dass es für nur etwas mehr als 150 Fr. heutzutage schon Geräte gibt, die alles bieten, was ein modernes Alleskönnerhandy ausmacht. Der chinesischen Xiaomi ist es gelungen, mit dem Poco M3 ein solches Smartphone auf den Markt zu bringen. Zum Schrecken der Konkurrenz, zur Freude der Nutzer.

Vor gerade mal zehn Jahren wurde Xiaomi im Reich der Mitte ins Leben gerufen. Vom Tech-Konzern gibt es alles Mögliche für den digitalen Alltag: vom Staubsaugerroboter über die smarte Luftpumpe zum, natürlich, smarten Phone. Auf Rang drei sind die Chinesen inzwischen in der Absatzstatistik. Und wer einen Blick auf das Poco M3 wirft, versteht, warum.

Die Marke Poco wurde vor zwei Jahren ins Leben gerufen, ist eigentlich unabhängig, kann Ähnlichkeiten mit der Mutter Xiaomi aber nicht verleugnen. Das fängt im Positiven an mit der makellosen Verarbeitungsqualität. Die Front des Geräts dominiert ein 6,53-Zoll-Display mit kleiner Aussparung für Sensoren und Linse. ­Sogar brauchbare Stereo-Lautsprecher sind verbaut. Zum Entsperren dient ein schneller Fingerabdrucksensor in der Ein-/Aus-Taste, ­alternativ erkennt das Gerät auch das Gesicht des Nutzers. Dies funktioniert mit einer wenig sicheren zweidimensionalen Erkennungs­methode. Auf der Rückseite gibt es drei Linsen – von denen nur die Hauptkamera zu gebrauchen ist. Deren 48-Megapixel-Linse macht bei Tageslicht schöne Fotos. Wer die App GCam von Google lädt, bekommt die auch in der Dämmerung. Die Rückseite ist geriffelt. Fingerabdrücke haben keine Chance. Das M3 gibt es in Grau, Blau oder poppigem Gelb.

Obschon das Poco M3 noch alltagstaugliche Masse hat, findet sich im Inneren ein Akku mit 6000 Milliamperestunden (mAh). Zum Vergleich: Das jüngste Samsung-Flaggschiff, zehnmal so teuer, hat nur 5000. Als Software kommt auf dem Gerät ein von Xiaomi angepasstes ­Android-System – das gelegentlich Werbung anzeigt. Das ist ein akzeptables Manko für ein günstiges Smartphone, bei dem Wenignutzer kaum Kompromisse eingehen müssen.

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