Getestet

Samsung Galaxy Fold 2 5G

Keine Frage, die neuen iPhones gehören zu den besten Smartphones. Doch ein wenig auch zu den langweiligsten. Es beschleicht einem das Gefühl, nur feine Evolution zu erleben. Mit dem jüngsten Samsung-Gerät mit dem sperrigen Namen Galaxy Z Fold 2 5G allerdings wirft man einen Blick in die Zukunft. Das Klapp-Smartphone aus Südkorea ist ein mutiger Entwurf mit Ecken und Kanten. Und es macht Spass, unterwegs wie zuhause.

Für den ersten Entwurf eines Smartphones mit faltbarem Bildschirm hat Samsung vergangenes Jahr viel Schelte bezogen. Die Ingenieure haben sich die Kritik zu Herzen genommen und das Fold 2 überarbeitet. Das Aussendisplay etwa wurde vergrössert und misst nun 6,2 Zoll. Ein Blick auf Twitter, das Wetter oder auch ein Anruf, das alles geht problemlos bei geschlossenem Handy. Die volle Pracht entfaltet das Fold 2 nach dem Öffnen: Dann hält man ein Mini-Tablet mit 7,6-Zoll-Schirm in den Händen. Innen wie aussen verwendet Samsung leuchtkräftige Amoled-Displays, eine Augenweide.

Weniger schön: Beide Bildschirme werden von einer Folie geschützt. Im Inneren trübt diese Plastikabdeckung sowohl den Blick als auch das Gefühl beim Streichen über das berührungsempfindliche Display. Zusammengeklappt ist das Gerät mit 16,8 Millimeter ganz schön dick. Zudem sammelt sich Staub auf dem Innendisplay, weil das Gerät nicht plan schliesst. Auseinandergefaltet begeistert es, weil es dann gerade mal 6 Millimeter dünn ist.

Es wiegt weniger als 300 Gramm, so lässt sich auch längere Zeit lesen oder Video schauen. Zum Spassfaktor tragen die guten Stereo-Lautsprecher bei. Der Akku hält auch bei intensivem Gebrauch länger als einen Tag. Die Kamera macht feine Bilder, gehört aber nicht ganz zur Spitzenklasse. Alles wäre so schön, wäre da nicht der Preis: 1600 Fr. Viel Geld – doch, immerhin, der Preisverfall ist rapide, er betrug allein 20% in den vergangenen vier Wochen.

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