Getestet

Signal – ein sicherer Messenger

 Wenn im beliebten Messenger die Nachricht auftaucht «WhatsApp aktualisiert seine Nutzungsbedingungen» und als einzige Antwort «Ich akzeptiere» zugelassen ist, so haben viele damit ein Problem. Wie selten zuvor haben WhatsApp-Alternativen in den vergangenen Wochen eine erhöhte Nachfrage registriert. Unter den Apps sticht besonders Signal hervor für alle, die Wert auf Datenschutz legen. Es gibt mehrere Anwendungen, die so einfach sind wie WhatsApp – mit teils interessanten Zusatzfunktionen. Der schillernde Vogel ist Telegram: Hier gibt es noch die Möglichkeit für Anbieter wie Medien, regelmässig Nachrichten zu versenden. WhatsApp hat das im Sommer 2019 unterbunden. Leider ist Telegram so auch zum Sammelbecken von zwielichtigen Gestalten geworden, Coronaleugner inklusive. Zudem werden alle Telegram-Nachrichten beim ­Anbieter in Russland gespeichert. Aus hiesigen Gefilden kommt Threema, die als Einzige einen kleinen Obolus für den Download verlangt. Gegen die Nutzung spricht nichts – ausser ihr relativ geringer Verbreitungsgrad.

Als beste Alternative kristallisiert sich im Test ­Signal heraus. Die App ist international verbreitet, kostenlos und wird von der Signal Technology Foundation betrieben. Die US-Stiftung gibt an, keinen Zugriff auf die Nutzerdaten zu haben. Die eigene Nummer muss im Anmeldeprozess angegeben werden, sonst nichts, nicht einmal der richtige Name. Alle Gespräche sind verschlüsselt, sodass kein Dritter mitlesen kann. Das Beste: Der Code für Signal ist Opensource, lässt sich im Prinzip also von jedem im Netz überprüfen. Das verspricht Qualität.

Zum Leben erweckt hat Signal einer der ­Gründer von WhatsApp, der durch den Verkauf der App an Facebook im Jahr 2014 reich geworden ist. Die App ist einfach gehalten, die Nutzung kostenlos und unverbindlich. Einen Versuch, auf diese Weise von Datenkrake Whats­App loszukommen, ist das allemal wert.

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