Getestet

Skagen Falster 3

In den tristen Stunden daheim während der Pandemie haben viele ihre sportliche Ader entdeckt – und was hilft besser als ein Fitnesstracker oder eine smarte Watch, um die Erfolge zu messen und die Gesundheit zu überwachen. Gemäss Studie der Marktforscher von IDC sind im ersten Quartal 30% mehr solcher Wearables ausgeliefert worden. Die Skagen Falster 3 gehört zu diesen Geräten: Sie ist eine der schönsten Smartwatches auf dem Markt – wenn auch ein Kauf dennoch nicht rentiert.

Die Falster 3 sieht aus wie eine klassische Armbanduhr – und das ist für eine Smartwatch schon bemerkenswert. Wer sich kein Stück Technik ans Armband schnallen will, sollte sich die Uhr der Marke Skagen ansehen, die zum US-Uhrenhersteller Fossil gehört. Die Verarbeitung ist tadellos. Das Testgerät kommt mit einem Silikonband – markiert mit «X», was für den norwegischen DJ und Songwriter Kygo steht. Nie gehört. Sieht trotzdem gut aus. Obschon die Uhr in schwarz gehalten ist, ergänzt in der Sonderedition eine weisse Bandschlaufe das Design. Muss man mögen, lässt sich aber auch abschneiden. Zudem ist das Band sehr leicht zu tauschen.

Das 1,3-Zoll-Display leuchtet dank AMOLED-Technik farbenfroh und ist auch in der Sonne noch recht gut ablesbar – könnte mit der automatischen Ausleuchtung allerdings gerne etwas heller sein. Skagen liefert einige hübsche und exklusive Zifferblätter für die Uhr. Smart wird die Falster 3 durch ihre Sensoren: GPS-Satellitennavigation etwa, oder Herzfrequenzmessung. Zum freihändigen Telefonieren beispielsweise oder zur Eingabe von Sprachbefehlen hat die Uhr Mikrofon und Lautsprecher eingebaut. Der Akku hält recht souverän einen Tag durch – auch mit ständig eingeschaltetem Display.

Alles gut also? An der Hardware gibt es wenig zu mäkeln. Das Problem der Falster 3 ist das verwendete Uhrenbetriebssystem. Wear OS von Google wirkt neben der Uhrensoftware von Apple, Samsung oder Xiaomi altbacken. Dabei hat Google als eine der ersten das Smartwatch-Segment besetzt. In der IDC-Statistik kommt der Internetkonzern mit einem Marktanteil von unter 5% nur noch unter «ferner liefen». Schade – denn so ist die eigentlich ziemlich hübsche Falster 3 keine Kaufempfehlung.

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