Getestet

Angell Smart Bike

Die Pandemie wirft vieles über den Haufen. Ins Büro fahren mit der Bahn etwa – das ist so was von Vor-Corona. In der aktuellen Situation macht es viel mehr Freude, allein auf dem Velo unterwegs zu sein. Und vor allem für den Job bietet sich das E-Bike als Alternative an. Auch weite Wege oder Berge lassen sich elektrisch gut überwinden, und der Geschäftsanzug riecht nachher nicht. Als junger Anbieter im Feld offeriert die französische Angell ein Bike, das Spass macht und mit Besonderheiten aufwartet.

Hinter Angell Smart Bikes steht unter anderem Marc Simoncini, der sein Geld mit dem französischen Dating-Dienst Meetic gemacht hat. Das Smart Bike ist das erste Velo seines neuen Start-up. Das Design bleibt minimalistisch. Clever: Der Akku dient als Rückleuchte und dockt an die Stütze des Sattels an. Nach zwei Stunden geht er in den Stromsparmodus, muss dann erst ab- und wieder angeschlossen werden – eine wenig clevere Lösung.

Sonst gibt es zum Glück einige smarte Funktionen. So wird das Fahrrad entsperrt, wenn sich der Besitzer samt Smartphone nähert. Auf dem Gerät lässt sich die recht gelungene Angell-App nutzen, die hier und da noch Übersetzungsfehler aufweist. Anders als bei der Konkurrenz geht es auch ohne Smartphone: Das Bike lässt sich per Code entsperren. Zudem verfügt es über ein in den Lenker integriertes Display. Das dient zur Navigation oder um ein Work-out zu starten. Damit dann wirklich Schweiss fliesst, kann man die Unterstützung vom Motor im Hinterrad in vier Stufen regeln.

Das Elektrorad beschleunigt fix auf 25 Kilometer pro Stunde. In der niedrigsten Unterstützung kommt es auf eine Reichweite von nur knapp 70 Kilometern. Zum Glück lässt sich das etwa 15 Kilo schwere Velo auch ohne Motor noch bewegen. Für 3160 Fr. tritt das Angell Smart Bike gegen eine starke Konkurrenz von Vanmoof und Cowboy an. Es hat allerdings einige gute Argumente für sich.

, Closing Bell / Getestet

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