Getestet

SNOO Smart Sleeper

Guter Schlaf ist viel wert. Vor allem, wenn man zu wenig davon bekommt. Das wissen junge Eltern. Und das weiss Happiest Baby, der Hersteller des Babybetts SNOO Smart Sleeper. Es wird in Europa zum Preis von 1295 € verkauft. Auf den ersten Blick ist das enorm viel. Wer aber seit Wochen kaum ein Auge zugetan hat, dem dürften ein paar zusätzliche Stunden Schlaf durchaus so viel wert sein.

SNOO verspricht bessere Nächte für Baby und Eltern. Das Bett merkt, wenn das Baby unruhig wird oder zu weinen beginnt. Um es zu beruhigen, fängt es an, zu rauschen und zu ruckeln. Reicht das nicht, wird das Rauschen lauter und das Ruckeln heftiger. Schläft das Baby wieder ein, kommt auch das Bett zur Ruhe. Schläft es nicht ein, gibt das Bett irgendwann auf. Dann braucht das Baby seine Eltern. Bei uns war stets Letzteres der Fall. Zwar schien das Rauschen beruhigend zu wirken. Das ­stärker werdende Ruckeln irritierte unser Baby aber eher, als dass es dadurch zur Ruhe kam. Leider lassen sich Rauschen und Ruckeln nicht separat ein- und ausschalten.

Happiest Baby legt viel Wert auf Sicherheit. ­Damit sich das Baby im sich bewegenden Bett nicht auf den Bauch dreht, wird der Schlafsack mit zwei Laschen am Bett festgemacht. Das Kind liegt so sicher auf dem Rücken. Da unser Baby aber lieber in Seitenlage schlief, war diese starre Positionierung im Test ungeeignet.

Ein Blick in die online gegebenen Rückmeldungen zeigt ein zwiespältiges Bild: Einem Teil der Eltern ging es wie uns. Ihr Baby liess sich vom Bett nicht beruhigen. Andere schwärmen hingegen für SNOO und erzählen von viel besseren Nächten. Ob es funktioniert oder nicht, scheint also recht individuell zu sein. An Optik und Verarbeitung des Bettes lässt sich nichts kritisieren. Das Design ist schlicht und elegant, die Verarbeitung hochwertig, die Montage äusserst einfach.

Die Idee hinter SNOO Baby Sleeper ist bestechend. Ein paar Mal weniger geweckt werden pro Nacht, wer möchte das nicht? Liesse sich das Baby so ab und zu beruhigen, wäre das Bett auf jeden Fall seinen Preis wert. Da das beim Test-Kind jedoch nicht der Fall war, verdient das smarte Bett keine Kaufempfehlung.

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