Getestet

Sonos Move

Wann ist ein tragbarer Lautsprecher noch tragbar? Es ist dies die erste Frage, die beim Test des Move von Sonos auftaucht. Das Gerät ist das erste portable Produkt der Hörmanufaktur Sonos, die sich mit Multiroom-Speakern einen Namen gemacht hat. Der Move kann und soll im Gegensatz zu den anderen Lautsprechern der US-Gesellschaft bewegt werden. Mit einem Gewicht von knapp drei Kilogramm werden ihn aber wohl die wenigsten ständig durch die Gegend tragen. Und happig ist auch der Preis.

Im Jahr 2002 wurde Sonos im kalifornischen Santa Barbara gegründet. Besonderheit des Unternehmens sind aktive Lautsprechersysteme, die drahtlos über das heimische WLAN-Funknetz verbunden sind und Musik zugleich in mehreren Räumen wiedergeben können. Anfang 2017 übernahm ein neuer CEO die Geschäfte, ein Jahr später folgte der Börsengang.

Der Move ist die jüngste Produktneuheit der Nordamerikaner. Vom Design geht Sonos keine Experimente ein: Der Move ähnelt dem zu gross geratenen One. Und er folgt dem gleichen, simplen Bedienkonzept mit drei Hardwaretasten: Lauter, Leiser, Play/Pause, das war es. Die wesentliche Steuerung läuft ohnehin über die Apps, die es für alle wichtigen Plattformen gibt. Hier trägt der Hörer die Zugangsdaten für seine Streamingdienste ein, die er separat gebucht hat – und los geht es. Von Apple Music über Deezer hin zu Spotify und Tidal finden sich alle wichtigen Angebote.

Neben der einfachen Bedienung brilliert der Move beim Klang: saubere, warme Töne – inklusive eines druckvollen Basses. Über eine Einmessautomatik passt sich der Sound der Umgebung an. Auf Wunsch lässt sich der Lautsprecher auch per Sprache via Google- oder Amazon-Assistent bedienen. Wenn er sich ausserhalb eines WLAN-Netzes befindet, verbindet er sich via Bluetooth. Der Akku lädt über eine Dockingstation und reicht mehr als zehn Stunden. Allein der Preis um 400 Fr. scheint hoch. Der Sonos One SL kostet weniger als die Hälfte, ist dann aber auch nicht portabel.

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