Getestet

Suunto 7

Dezentes Understatement ist nicht unbedingt die erste Assoziation, die die neue Smartwatch des finnischen Herstellers auslöst. Weiss, mit ­roségoldener Lünette und einem Display von 50 Millimetern Durchmesser springt die Suunto 7 ins Auge. Hat man sich daran gewöhnt, überwiegen aber die Vorteile.  Dank der Grösse ist der Touchscreen einfacher zu bedienen. Benachrichtigungen und sogar kürzere E-Mails sind auch im direkten Sonnenlicht gut lesbar.   

Punkten kann die Suunto 7 aber nicht in erster Linie im Büro, sondern beim Training. Die Uhr trägt sich schlank, die 70 Gramm am Hand­gelenk fallen beim Training kaum ins Gewicht. Suunto, die sich bislang etwa mit Tauch­computern oder Kompassen einen Namen ­gemacht hat, setzt auf das Betriebssystem Wear OS von Google. Damit lässt sich die Uhr mit Android-Smartphones und iPhones koppeln. Weitere Apps gibt es via Google Play Store zum Download. Mit der eigenen Suunto-App können siebzig unterschiedliche Sportmodi von Jogging, Wandern bis hin zu Schwimmen oder Pilates aufgezeichnet und analysiert werden. Auf Wunsch erinnert die Uhr, ganz coronakonform, auch an die empfohlene Dauer fürs Händewaschen. Fraglich ist, ob hier weniger nicht mehr gewesen wäre. Trotzdem, die Integration von Wear OS in die Oberfläche von Suunto ist gelungen und liess sich im Test auch beim morgendlichen Dauerlauf flüssig bedienen – zumindest solange die Finger nicht klamm oder schweissnass waren.

So praktisch die zahlreichen Funktionen der Smartwatch auch sind, auf die Akkuleistung wirken sie sich doch negativ aus. Ärgerlich: Trotz täglichem Aufladen versagte die Uhr beim Sport am Abend öfters mal den Dienst. Wer gerne robuste Einsätze plant oder länger abseits von Steckdosen unterwegs ist, ist mit Sportuhren anderer Hersteller daher besser bedient. Dazu kommt der relativ stattliche Preis von 529 Fr. Abgesehen davon macht die Suunto 7 eine gute Figur. Beim Joggen am See genauso wie im Büro.

, Closing Bell / Getestet

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