Getestet

Xbox Game Pass Ultimate

Wer eine Videospielkonsole sein Eigen nennt, weiss, der Kauf von Spielen kann ziemlich ins Geld gehen. Vor allem erkennt man doch nie im Voraus, ob der hochgelobte Bestseller-Titel denn nun wirklich auch den eigenen Geschmack trifft. Microsoft bietet als Lösung das Spieleabonnement Xbox Game Pass Ultimate an. Das kostet 15 Fr. im Monat – und ist dank der Möglichkeit, nun auch Spiele aus der Cloud zu streamen, das Geld für Gamer wirklich wert.

Seit drei Jahren schon gibt es den Game Pass von Microsoft, eine Art «Netflix für Videospiele», zunächst nur für die Spielekonsole Xbox aus dem eigenen Haus. Im vergangenen Jahr wurde der Dienst erweitert um die Ulti­mate-Version, die das Spielen sowohl auf der Xbox als auch auf einem Spiele-PC erlaubt, ­sofern er mit Windows 10 läuft. Zudem ist der Dienst Xbox Live integriert, der das Daddeln zu mehreren ermöglicht. Nach dem jüngsten Stand waren hundert Titel im Abo inkludiert, darunter viele Klassiker wie «Halo» oder «Minecraft».

Mitte September wurde der Game Pass Ultimate um die Möglichkeit erweitert, Spiele aus der Cloud zu streamen. Bislang funktioniert das nur mit Smartphones mit Google-System Android. An einer Erweiterung für andere Systeme arbeitet Microsoft. In der Praxis sieht das so aus: Selbst auf älteren Android-Geräten klappen Spiele wie die neueste Version des Shooters «Gears of War» oder das aktuelle Autorennspiel «Forza Horizon». Die Hardware verliert so an Bedeutung. Wichtiger wird eine schnelle Internetverbindung, denn die Spiele laufen im Rechenzentrum von Microsoft. Gesteuert wird der Spass entweder über einen Original-Xbox-Controller, verbunden via Bluetooth, oder über andere Steuergeräte, die speziell an Smartphone oder Tablet angepasst wurden. 

Ab November soll der Game Pass aufgewertet werden, indem Spiele von Electronic Arts im Abonnement enthalten sind. Einige Titel sollen über die Cloud zu spielen sein. Mit dem Spieleabo macht Microsoft die eigene Konsole attraktiv, ­gerade für Gelegenheitsspieler.

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