Getestet

Xiaomi Mi Band 4

Eigentlich sind die Preise, die Unternehmen wie Fitbit, Garmin & Co. für ihre Fitnesstracker aufrufen, eine Unverschämtheit – zumindest mit Blick auf eines der sportlichen Armbänder von Xiaomi. Um die 40 Fr. kostet das Mi Band in der vierten Version hierzulande, beim Direktimport aus China zum Angebotspreis gar nur etwas mehr als die Hälfte. Für diesen Preis liefern die Chinesen inzwischen eine ganze Menge.

Die Verarbeitung des Mi Band ist tadellos, wie von Xiaomi gewohnt. Neben einem Silikonarmband liegen der Verpackung eine Ladeschale und der ovale Tracker bei. Zum Laden muss der Tracker aus dem Band gelöst und in die Schale mit USB-Anschluss gelegt werden. Mit Band wiegt er gerade mal 22 Gramm. Das Wichtigste: ein 0,95-Zoll-grosses Display, endlich in Farbe und mit AMOLED-Technologie. So lässt sich der Tracker auch bei Sonnenlicht gut ablesen. Die Helligkeit muss jedoch per Hand eingestellt werden, es gibt keinen Sensor. Leider hat der kleine Bildschirm auch einen grossen, nicht mehr zeitgemässen Rand. Das Display aktiviert sich beim Anheben der Hand.

In etwas mehr als anderthalb Stunden voll geladen, hält der Mi-Band-Akku problemlos zwei Wochen oder mehr. Spitze! Laufen innen oder aussen, Gehen, Schwimmen, Velofahren oder allgemeiner Sport lässt sich mit dem Fitnesstracker aufzeichnen. Wenn das Gerät mit dem Smartphone verbunden ist, speichert es auch die Strecke samt Pulsmessung. Der Herzschlag wird recht genau ermittelt – ebenso wie die Schlafphasen. In der Mi-Fit-App, die es für die Verbindung zum Smartphone braucht, lässt sich beispielsweise ablesen, wie die eigenen Daten im Vergleich zu anderen aussehen.

Benachrichtigungen zeigt das Band 4 auch – alle jenseits der fünfzig werden die aber kaum lesen können. Die Schrift ist zu klein und lässt sich auch nicht vergrössern. Dafür gibt es verschiedene digitale Zifferblätter, neben verspielten, chinesischen auch durchaus brauchbare. Wer einen günstigen Fitnesstracker sucht, macht mit dem Mi Band 4 nichts falsch.

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