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Unternehmen / Schweiz

Gewinne schöngerechnet

Es gibt kein Richtig und Falsch beim Bereinigen von Gewinnzahlen. Wichtig ist aber Transparenz – bei der Definition und in der Kommunikation.

Die Duty-Free-Kette Dufry ist bekannt dafür, ihre Resultate notorisch im besten Licht zu präsentieren. So wird im Mediencommuniqué zum letztjährigen Jahresabschluss ein Wachstum des Gewinns pro Aktie von 3.99 auf 6 Fr. ausgewiesen. Erst im Geschäftsbericht, auf Seite 94, ist ersichtlich, dass der tatsächliche Gewinn, ermittelt nach den Normen der IFRS-Rechnungslegung, 2016 bloss 5 Rp. pro Aktie betragen hatte. Die gezeigten 6 Fr. beziehen sich auf den sogenannten Cash-Gewinn. Darin werden gewisse von IFRS verlangte Amortisationen sowie Sonderposten ausgeklammert.

Dufry ist diesbezüglich keine Ausnahme. Auch prominentere Schweizer Unternehmen wie Roche oder Novartis operieren bevorzugt mit bereinigten Gewinnen. Roche weist in der Kennzahlenübersicht im Mediencommuniqué zum Jahresabschluss zwar den unbereinigten IFRS-Gewinn aus, doch bloss als absolute Zahl, während der bereinigte Gewinn, hier heisst er Kerngewinn, nur auf Basis pro Aktie aufgezeigt wird. In welchem Verhältnis die beiden Werte zueinander stehen, ist nicht ersichtlich. Erst im Anhang der Medienmitteilung, auf Seite 21, werden der unbereinigte und der Kerngewinn einander gegenübergestellt.

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