Märkte / Rohstoffe

Gewinner und Verlierer des niedrigen Erdölpreises

Tiefere Erdölpreise stützen die Weltwirtschaft. Besonders die Konsumenten im Westen profitieren, während Produzentenländer Budgetprobleme bekommen könnten.

Seit Juni hat sich Erdöl um ein Viertel verbilligt. Der Preis für ein Fass Rohöl der Sorte Brent ist von über 113 auf 85 $ gefallen. Das freut in erster Linie die Länder, die viel Erdöl importieren. Dazu zählt China, das gemäss der US-Energiebehörde EIA dieses Jahr zum grössten Netto-Erdölimporteur aufsteigen wird. Auch die USA gehören immer noch zu den Profiteuren tieferer Energiepreise, obschon sich unter anderem wegen der Schiefergasrevolution die Ölimporte seit 2010 halbiert haben. Lange galt die Faustregel, dass ein für längere Zeit um 10 $ tieferer Erdölpreis in den USA das BIP-Wachstum um fast 1% erhöht. Da Fracking teuer ist, leiden US-Produzenten aber überdurchschnittlich unter einem fallenden Erdölpreis. Laut Barclays führt ein Preissturz um 20 $ zu einem Gewinneinbruch von 20%. Goldman Sachs rechnet damit, dass unter dem Strich der Preisrückgang bei Erdöl – zusammen mit niedrigeren Zinsen – die US-Wirtschaftsleistung 2015 nur um 0,1 Prozentpunkte steigern werde.

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