Norwegen ist das Paradies für Autos mit Elektromotor. 2020 hatten dort drei von vier verkauften Neuwagen (Pw) einen rein elektrischen oder einen hybriden Antrieb; 2018 war es noch knapp die Hälfte. Die Regierung setzt handfeste Anreize, namentlich Vorzugssteuern, zudem vergünstigten Zugang zu Fähren, Mautstrassen oder Parkplätzen; auf diese Weise wird die Anschaffung eines E-Autos attraktiver als der Kauf eines Verbrenners. Ohnehin will der norwegische Staat ab 2025 keine Benzin- und Dieselmotoren mehr erlauben. Vergangenes Jahr erreichte der weltweite Absatz von E-Autos erstmals über 3 Mio. Fahrzeuge; im laufenden Jahr dürfte ein neuer Rekordwert erreicht werden. Auf Norwegen folgen, wie schon in früheren Jahren, mit erheblichem Abstand andere nordische Länder sowie die Niederlande. Auf Rang sieben liegt die Schweiz mit 14%; immerhin eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den 3,2% im Jahr 2018. Der chinesische E-Auto-Markt, nach Stückzahlen der grösste, steht erst für 6% des gesamten heimischen Absatzes neuer Pw, wenigstens ein leichter Zuwachs gemessen an 4,4% zwei Jahre zuvor. In den USA stagniert der Anteil bei marginalen 2%. Damit sind die zwei Länder mit den höchsten Schadstoffemissionen aus Autos am weitesten zurück in der Elektrifizierung des Wagenparks. Post scriptum: Irgendwoher muss freilich der Strom für die sauberen Flüsterflitzer kommen.