Der Kreis der fünfzig grössten Geschäftsbanken in Europa ist eine bemerkenswert stabile Angelegenheit. Von Konsolidierungsdruck zeigt sich wenig, die Veränderungen von Jahr zu Jahr sind in diesem exklusiven Klub – der etwa 61% Marktanteil hält – gering. Dies zeigt die European Banking Study 2019 des deutschen Beraterhauses Zeb; erfasst sind die 28 Länder der EU sowie die Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island. Gemessen an der Bilanzsumme liegen, wie gewohnt, die Kolosse HSBC (HSBA 603.6 -0.43%) und BNP Paribas vorn. Diese zwei Bankkonzerne bringen es je auf über 2 Bio. €. Über 1 Bio. € liegt auch Crédit Agricole als klarer Dritter, vor Santander, Deutsche, SocGen, BPCE und Barclays (BARC 164.32 0.09%). Auf Position elf findet sich UBS (UBSG 11.275 0.36%), auf vierzehn Credit Suisse (CSGN 12.39 1.18%). Die Top fünfzig sind eingeteilt in Universal-, Retail- sowie Wholesalebanken – Letztere sind Bankdienstleister für Finanzinstitute. UBS, CS und die Zürcher Kantonalbank (Rang 43) gelten als Universal-, die Raiffeisen-Gruppe (37) und PostFinance (49) als Retailbanken. Grösse per se macht für Investoren den Charme nicht aus. Nachdem die Aktien kotierter Grossbanken 2016/17 den Markt insgesamt übertroffen hatten, erlebten sie 2018 in aller Regel eine Baisse. Ein wesentlicher Grund für die schlechte Performance sind die weiter gesunkenen Hoffnungen auf höhere Zinsen. Das Anlegervertrauen in die Wertschöpfung von Banken ist nur mässig.