Unternehmen / Industrie

Givaudan packt Marktchance

Der Markt für pflanzliche Proteine als Ersatz für tierische wächst rasant, auch dank Aroma- und anderen Inhaltsstoffen.

Fühlt sich im Mund wie Sägemehl an, ist fade, hat einen bitteren Beigeschmack, macht optisch keine Lust: Pflanzenbasierte Fleischimitate bieten Angriffsfläche. Das müsse nicht sein, sagen Givaudan und andere Spezialisten für Aromen und weitere Inhaltsstoffe, darunter Symrise und IFF. Mit den richtigen Hilfsstoffen in der richtigen Kombination könne pflanzenbasierter Fleischersatz sehr wohl munden und echt schmecken.

Für die Exponenten im Markt für Substitute aus pflanzlichen Proteinquellen ist dies das A und O. Ein solches Produkt wird nur einmal aus Neugier gekauft. Damit es danach erneut gekauft wird, muss es über den Umwelt- und Ernährungsnutzen hinaus auch eine Gaumenfreude sein: Geschmack, Mundgefühl und Konsistenz müssen stimmen. Wichtig sind zudem das Aussehen und der Preis. Deshalb eröffnet der Trend zu fleischlosem Fleisch und anderen pflanzenbasierten Nachahmerprodukten Herstellern von Zusätzen für deren Verbesserung ein chancenreiches Feld.

Strategisch relevant

Ausser Fleischimitaten umfasst dieses auch pflanzliche Lösungen für andere tierische Proteinquellen: Meeresfrüchte und Fisch, Molkereierzeugnisse sowie Eier. Angetrieben von Umwelt-, Gesundheits- und ethischen Überlegungen von Konsumenten wächst der Markt rasant. Die 13 Mio. Tonnen von heute können sich bis 2035 auf 97 Mio. versiebenfachen, ergeben Recherchen der auf das Gebiet spezialisierten Schweizer Investmentfirma Blue Horizon und Boston Consulting (vgl. Grafik). Zu den angenommenen durchschnittlich 3 $ je Kilo resultiert so ein Marktvolumen von 290 Mrd. $. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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