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Glarner-KB-Darlehensgeber wandeln Darlehen in Aktien um

Acht Kantonalbanken wandeln ihr Darlehen nach zehn Jahren in 2 Mio. GLKB-Aktien um. Die Darlehensgeber haben eine Lock-up-Vereinbarung abgeschlossen.

(AWP) Zehn Jahre nach ihrem Darlehen an die Glarner Kantonalbank (GLKBN 27.50 -3.51%) (GLKB) wandeln acht Kantonalbanken dieses in zwei Mio. GLKB-Aktien um. Das Darlehen über 40 Mio. Fr. hatte es der damals schwer angeschlagenen GLKB ermöglicht, ihr Eigenkapital aufzustocken.

Sämtliche Darlehensgeberinnen haben nun ihre Wandelrechte am 30. November 2021 ausgeübt, wie die GLKB am Mittwoch mitteilte. Dadurch seien zwei Mio. Aktien zu einem Ausübungspreis von 17,67 Fr. geschaffen worden. Der Restbetrag der Darlehen werde in bar zurückbezahlt. Am Dienstag hatte die GLKB-Aktie an der Schweizer Börse SIX bei 26,70 Fr. geschlossen.

Die Schaffung der neuen Namenaktien aus dem bedingten Kapital der GLKB erfolgt nun am 28. Dezember, wie es weiter heisst. Die bezogenen Namenaktien seien für das Geschäftsjahr 2021 nicht dividendenberechtigt.

Lock-up Vereinbarung

Die acht Darlehensgeberinnen haben laut der Mitteilung zudem eine Lock-up Vereinbarung mit der GLKB abgeschlossen. Darin verpflichten sie sich, die ihnen übertragenen Namenaktien nicht zu veräussern, bis die GLKB die Dividende für das Geschäftsjahr 2021 ausgeschüttet hat. Zudem wollen sie allfällige Verkaufsbemühungen bezüglich der neuen Namenaktien bis Ende 2023 koordinieren.

Nach Ausübung der Wandelrechte erhöht sich das Aktienkapital der Glarner Kantonalbank um 20 Mio. Fr. auf 135 Mio. Fr., aufgeteilt auf 13,5 Mio. Aktien. Der Anteil des Kantons Glarus als Hauptaktionär reduziert sich von heute 68,26 Prozent auf neu 58,15 Prozent.

Die Glarner Kantonalbank hatte nach einer fehlgeschlagenen Wachstumsstrategie im Jahr 2008 Wertberichtigungen über fast 100 Mio. Fr. vornehmen müssen und war mit einem Jahresverlust von rund 57 Mio. Fr. tief in die roten Zahlen gerutscht. In der Folge hatte auch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) vom Staatsinstitut verlangt, die Eigenmitteldeckung zu erhöhen.

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