Unternehmen / Rohstoffe

Glencore erwartet Förderrückgang

Der Bergbau- und Rohstoffkonzern rechnet für 2020 mit einem Rückgang der Fördermenge für Kohle, Kupfer und Kobalt.

(AWP/MEI) Der Bergbau- und Rohstoffkonzern Glencore (GLEN 124.78 -6.3%) rechnet im kommenden Jahr mit Rückgängen bei den Fördermengen für Kohle (Kohle 64.5 0.39%), Kupfer und Kobalt. Das Betriebsergebnis im Handelsgeschäft wird innerhalb der Zielspanne erwartet.

Derweil will das in Baar ZG beheimatete Unternehmen den Schuldenabbau fortsetzen, die Dividendenhöhe halten und das Aktienrückkaufprogramm wie geplant zu Ende führen, wie das Management am heutigen “Investors Update” bekanntgab. Über die nächsten zwölf Monate soll das Verhältnis zwischen Schulden und dem adjustierten Ebitda (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) auf 1,0 gesenkt werden. Im Juni hatte das Verhältnis noch bei 1,24 gelegen.

Das 2 Mrd. $ schwere Aktienrückkaufprogramm steht kurz vor dem Ende. Es ist angesichts des priorisierten Schuldenabbaus unwahrscheinlich, dass bald ein neues Programm aufgesetzt wird.

Das Unternehmen verfüge in den verschiedenen Rohstoffbereichen über ausreichende Reserven an neuen und bestehenden Vorkommen, um auf eine sich erholende Nachfrage reagieren zu können, wie es weiter hiess. Die globalen Lagerbestände bei Kupfer, Zink und Nickel seien niedrig und das Verhältnis von Nachfrage zu Angebot zeige derzeit nach oben.

“Wir wollen nicht mehr Rohstoffe fördern, als wir auch absetzen können”, sagte CEO Ivan Glasenberg an der Telefonkonferenz. “Die Rohstoffe sind in den Minen besser aufgehoben, solange die Nachfrage nicht gross genug ist, um zusätzliche Mengen zu fördern.”

Für 2020 rechnet der Konzern auf Grundlage der derzeitigen Preise mit einem Gruppen-Ebitda von 12,4 Mrd. $. Der Ebit aus dem Handelsgeschäft wird im mittleren Bereich der Zielspanne von 2,2-3,2 Mrd. erwartet. Das Investitionsvolumen mit Ausgaben für Ausbau und Erhalt der Kapazitäten wird auf 5,3 Mrd. geschätzt. Im Durchschnitt soll der Capex bis 2022 rund 5,0 Mrd. pro Jahr betragen, davon rund 1,3 Mrd. für den Ausbau.