Unternehmen / Rohstoffe

Glencore hat deutlich weniger Kohle und Kupfer gefördert

Wegen der Coronakrise konnte der Rohstoffkonzern Glencore im ersten Halbjahr weniger in die Förderung investieren.

(AWP) Der Rohstoffhändler und Bergbaukonzern Glencore (GLEN 174.54 -3.79%) hat im ersten Halbjahr 2020 weniger Rohstoffe gefördert. Das hat auch mit der Coronakrise zu tun.

Die Kohle-Fördermenge sank im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 15% auf 58,1 Mio. Tonnen. Auch Kupfer wurde mit 588’100 Tonnen 11%  weniger gefördert, Blei mit 127’900 Tonnen 13% weniger und Kobalt mit 14’300 Tonnen gar 33% weniger. Ein Produktionsplus verzeichnete zwar Zink, dies fiel allerdings mit +3% auf 550’100 Tonnen auch eher klein aus.

Einige Anlagen waren wegen der Corona-Situation vorübergehend ausser Betrieb, wie auch bereits im Produktionsbericht zum ersten Quartal ausgeführt worden war. Die Mehrheit habe aber «relativ normal» weiter operiert, teilte Glencore am Freitag mit.

Kurzfristig bleibe man in Alarmbereitschaft angesichts der anhaltenden Herausforderungen wegen Covid-19. Man sei bereit, sich den sich verändernden Marktbedingungen anzupassen, liess sich CEO Ivan Glasenberg in der Mitteilung zitieren.

Verkauf läuft gut

Das Unternehmen rechne zudem mit einem weiterhin soliden operativen Cashflow. Angesichts einer starken Vermarktung im ersten Halbjahr geht das Unternehmen ausserdem neu davon aus, dass der EBIT im Gesamtjahr das obere Ende der zuvor angepeilten Bandbreite von 2,2 Mrd. bis 3,2 Mrd. $ erreichen dürfte, wie es am Freitag hiess.

Mit Blick auf die Förderung hat Glencore die Prognosen für das Gesamtjahr 2020 bei Kohle (Kohle 55.2 1.47%) und Nickel indes gesenkt. Neu rechnet der Konzern mit einer Kohle-Produktion zwischen 111 Mio. und 117 Mio. Tonnen – nach zuletzt 129 Mio. bis 135 Mio. Tonnen. Für Kupfer wird weiterhin eine Produktion um die 1,26 Mio. Tonnen erwartet.

Zusätzliche Informationen zum Geschäftsverlauf werden am nächsten Donnerstag erwartet, wenn der Rohstoffkonzern die Zahlen zum ersten Halbjahr vorlegt.

Bereits Ende März hatte Glencore wegen der Coronakrise Massnahmen zur Stärkung der Kapitalstruktur bekanntgegeben. So wurden die geplante Dividendenausschüttung aufgeschoben, Kreditfazilitäten gestärkt und die Nettoverschuldung gedrückt, um das bisherige Kreditrating halten zu können.

Die komplette Historie zu Glencore finden Sie hier.»

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