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Glencore fördert deutlich weniger Rohstoffe

Der Rohstoffhändler hat im vergangenen Jahr weniger Kohle, Öl und Kupfer gefördert. Einen Anstieg verzeichnete er bei Zink, Gold und Silber.

(AWP) Der Rohstoffhändler und Bergbaukonzern Glencore (GLEN 315.50 +1.12%) hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Kohle (Kohle 123.00 0%) und Öl gefördert als 2019. Auch Kupfer wurde weniger produziert, jedoch war das Minus hier deutlich geringer. Einzig bei Zink, Gold (Gold 1'802.15 -0.27%) und Silber (Silber 25.18 -0.98%) wurden höhere Mengen aus dem Boden geholt.

Die Kohleförderung sank um 24% auf 106,2 Mio. Tonnen, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Produktionsbericht von Glencore hervorging. Als Gründe werden etwa pandemie-bedingte Schliessungen in Kolumbien und Südafrika genannt sowie Unterhaltsarbeiten. In Australien habe es im zweiten Halbjahr eine marktbedingte Angebotsreduktion gegeben, wie es weiter heisst. Die Kohle wurde zu einem durchschnittlichen Preis von 56,80 Dollar pro Tonne verkauft, nachdem im Vorjahr noch ein Preis von rund 71 Dollar erzielt wurde.

Die Öl-Förderung ging um 29%  auf 3,94 Mio. Fass zurück. Auch hier wurden Anlagen ab März 2020 auf reinen Unterhalt zurückgefahren, etwa im Tschad und bisher nicht wieder in Betrieb genommen. Die Förderung in Äquatorialguinea und Kamerun wurde gesteigert.

Die Kupferproduktion war um 8%  rückläufig auf 1,26 Mio. Tonnen. Hier wurde der Produktionsstillstand in der Mine Mutanda teilweise durch Steigerungen in Katanga ausgeglichen. Die Einschränkungen durch Covid-19 hätten hier einen deutlich geringeren Einfluss gehabt, wie es hiess.

Die Kobalt-Förderung ging um 41%  auf 27’400 Tonnen zurück. Auch bei Blei (259’400 t, -7%), Nickel 110’200 t, -9%) und Ferrochrom (1,03 Mio t, -28%) lagen tiefer. Einzig Zink (1,17 Mio t, +9%), Gold (916’000 Unzen, +3%) und Silber (32,8 Mio Unzen, +2%) wurde mehr gefördert.

Auch für das laufende Jahr rechnet Glencore nach dem Verkauf der Mutanda-Beteiligung mit einer erneut geringeren Kupferförderung. Die Kohleproduktion dürfte 2021 den eigenen Prognosen zufolge hingegen wieder steigen.