Unternehmen / Rohstoffe

Glencore kauft Kohleminen von Rio Tinto

Der Schweizer Rohstoffkonzern übernimmt für 1,7 Mrd. $ eine Reihe von Beteiligungen an Kohlevorkommen in Australien.

(AWP) Der Rohstoffkonzern Glencore (GLEN 308.25 0.95%) verstärkt seine Kohle-Aktivitäten in Australien. Für einen Preis von 1,7 Mrd. $ kauft der Konzern mit Sitz in Baar einen Anteil von 82% an der Kohlemine Hail Creek und den angrenzenden Vorkommen sowie 71,2% an der Kohle-Lagerstätte Valeria, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.

Die übrigen Anteilseigner von Hail Creek sind den Angaben zufolge Nippon Steel Australia (8%), Marubeni Coal (6,67%) und Sumisho Coal Development (3,33%). Alle Joint-Venture-Partner hätten das Recht ihre Anteile an Glencore zu veräussern, was zu weiteren Transaktionen im Volumen von bis zu 340 Mio. $ führen könnte.

Hail Creek liegt im Bundesstaat Queensland rund 120 Kilometer südwestlich der Stadt Mackay. Die Förderung belief sich 2017 auf 9,4 Mio. Tonnen Kohle (Kohle 99.75 -0.25%), die über den Dalrymple Bay Kohleterminal exportiert wird. Der Beitrag zum Ergebnis von Rio Tinto (RIO 3731 0.85%) im Vorjahr wird auf einen Ebitda von 408 Mio. $ und einen Vorsteuergewinn von 357 Mio. beziffert. Der Wert wurde in der Bilanz inklusive Valeria mit 859 Mio. ausgewiesen.

Die Reserven von Hail Creek werden laut dem australischen Joint Ore Reserves Committee (JORC) auf 794 Mio. Tonnen beziffert, die von Valeria auf 762 Mio.

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