Unternehmen / Rohstoffe

Glencore friert Kohleproduktion ein

Analyse | Der Rohstoffkonzern erhöht sein Engagement zugunsten einer CO2-armen Welt. 2018 schaute ein rekordhoher Betriebsgewinn heraus.

Thomas Tarantini

«Die Kohleproduktion wird in Zukunft nicht mehr erhöht.» Mit dieser Aussage sorgte Glencores CEO Ivan Glasenberg am Mittwoch anlässlich der Präsentation des Resultats für 2018 für Aufhorchen. Glasenberg erläuterte, dass Glencore in den vergangenen zwei Jahren intensive Gespräche mit Investoren geführt habe. Die Massnahme basiere auf der erzielten Einigung, die für beide Seiten stimme. Politische Entwicklungen in der Schweiz, etwa die Konzernverantwortungsinitiative, hätten dabei keine Rolle gespielt.

Demnach wird die Produktion des weltweit grössten Kohleproduzenten ausserhalb Chinas auf 150 Mio. Tonnen pro Jahr eingefroren. Diese Entscheidung sei im Sinne des Unternehmens, zumal die Anspruchsgruppen zunehmend Wert auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft legten, sagte Glasenberg. Die Massnahme tut Glencore nicht weh, denn gemäss Glasenberg bestehen zurzeit keine Expansionsmöglichkeiten. Glencore verzichtet in Zukunft aber auf Akquisitionen und Produktionserhöhungen im Kohlebereich.

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