Märkte / Rohstoffe

Glencore steht erneut im Fokus der Strafbehörden

Die Schweizer Bundesanwaltschaft leitet Strafuntersuchung gegen Glencore ein. Es geht um Bestechungsfälle im Kongo.

(AWP) Die Bundesanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung gegen den Zuger Rohstoffkonzern Glencore im Zusammenhang mit Bestechungsfällen in der Demokratischen Republik Kongo eingeleitet. Glencore wurde am Freitag von der Bundesanwaltschaft darüber informiert, wie der Konzern mitteilte. Die Schweizer Behörde bestätigte die Eröffnung des Strafverfahrens.

Gemäss der Glencore-Mitteilung geht es bei der Strafuntersuchung um Versäumnisse von Glencore, organisatorische Massnahmen zur Verhinderung von mutmasslicher Korruption im afrikanischen Staat ergriffen zu haben. Weitere Kommentare wollte ein Glencore-Sprecher am Freitagabend nicht abgeben.

Bestechung fremder Amtsträger

Die Bundesanwaltschaft erklärte auf Anfrage in einer Stellungnahme, dass sie «im Zusammenhang mit der Rohstoff-Thematik» verschiedene Abklärungen durchführe und die diversen Entwicklungen «laufend analysiere». Im Zuge der Abklärungen und nach Prüfung unter anderem auch einer im Dezember 2017 eingegangenen Strafanzeige habe sie zunächst Anfang Mai 2019 ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Bestechung fremder Amtsträger gegen eine «unbekannte Täterschaft» eröffnet.

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