Unternehmen / Industrie

Glencore umschifft Krise erfolgreich

Analyse | Nach einem Rekordergebnis im Handel zahlt der Bergbauriese wieder eine Dividende.

Der abtretende CEO Ivan Glasenberg hinterlässt seinem Nachfolger Gary Nagle ein aufgeräumtes Haus. Selbst im Krisenjahr 2020, in welchem die Nachfrage nach Rohstoffen zeitweise drastisch eingebrochen war, lieferte der Zuger Rohstoffkonzern ein überraschend gutes Jahresergebnis ab. Dass am Schluss unter dem Strich ein Verlust von 1,9 Mrd. $ (Vorjahr –404 Mio. $) resultierte, ist hohen Abschreibern auf die Produktionsanlagen geschuldet.

Auf Basis des eher vergleichbaren bereinigten Gewinns auf Stufe Ebitda blieb Glencore mit 11,6 Mrd. $ zum Vorjahr praktisch unverändert. Besonders profitabel zeigte sich der Rohstoffhandel, bei dem Glencore von den äusserst volatilen Energiepreisen profitieren konnte. Im Handel erzielte der Bergbauriese das beste Ergebnis seit dem Börsengang 2011.

Sonderdividende in Aussicht

Das erlaubt Glencore, dieses Jahr wieder eine Dividende von 0.12 $ pro Aktie aus­zuschütten. Vergangenes Jahr hatte das Unternehmen die Ausschüttung wegen den Unsicherheiten rund um die Pandemie ausgesetzt. Glasenberg stellte zudem für Herbst 2021 eine Sonderdividende in Aussicht, sofern sich die Erholung der Rohstoffpreise wie erwartet fortsetzt. Glencore schüttet die Dividende in zwei Tranchen aus. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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