Unternehmen / Rohstoffe

Glencore opfert seine Dividende

Analyse | Der Rohstoffkonzern erleidet im Halbjahr einen rekordhohen Verlust, die Aktionäre gehen leer aus. Derzeit gibt es kaum Kaufgründe für die Aktien.

Der Entscheid von Glencore, dieses Jahr auf eine Gewinnausschüttung zu verzichten, kam nicht überraschend. Bereits im Februar hatte der Rohstoffmulti aus Baar die Dividende auf den Prüfstand gestellt. Nun ist der Verwaltungsrat zum Schluss gekommen, dass es angesichts des schwierigen ersten Semesters und der unsicheren Prognosen rund um die Pandemie nicht opportun sei, Geld an die Aktionäre zu verteilen.

Damit geht Glencore deutlich weiter als seine Branchenkonkurrenten. Der britisch-südafrikanische Bergbaukonzern Anglo American hatte vergangene Woche die Ausschüttung halbiert, Rio Tinto hat die Zwischendividende im Sommer gar leicht angehoben. Unklar ist zudem, ob Glencore 2021 wieder einen Teil des Gewinns den Aktionären zurückführt. «Das wird der Verwaltungsrat dann entscheiden, wenn mehr Visibilität in der Coronakrise besteht», sagte CEO Ivan Glasenberg an einer Telefonkonferenz. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?