Märkte / Rohstoffe

Glencore wegen US-Sanktionen unter Zugzwang

Der Rohstoffkonzern stellt seine Beziehungen zu Rusal und EN+ auf den Prüfstand. CEO Ivan Glasenberg tritt aus dem Rusal-VR zurück.

(AWP) Der Rohstoffkonzern Glencore (GLEN 371.55 -2.44%) wird durch die US-Sanktionen gegen russische Unternehmen und Staatsbürger vor Probleme gestellt. Das Unternehmen steht in engen Beziehungen zu den auf der Sanktionsliste stehenden Rusal und EN+ des russischen Geschäftsmannes Oleg Deripaska. In einer Mitteilung des Konzerns mit Sitz in Baar vom Dienstag heisst es, man sei bemüht, sich in seiner Geschäftstätigkeit an die Sanktionen zu halten und alle nötigen Massnahmen zu treffen, um Risiken für Glencore zu vermeiden.

Glencore hält über die Tochter Amokenga Holdings 8,75% an Rusal und hat bestehende Lieferverträge für Aluminium. Glencore-CEO Ivan Glasenberg hat sein Amt im Verwaltungsrat von Rusal laut Mitteilung inzwischen aufgegeben. Das Unternehmen evaluiere seine vertraglichen Beziehungen zu Rusal, hält jedoch fest, dass diese finanziell «nicht wesentlich» seien.

Zudem wird der nicht bindend vereinbarte Aktientausch der von Glencore gehaltenen Rusal-Aktien in EN+-Aktien nicht durchgeführt, wie es weiter heisst. Glencore werde die Transaktion im Lichte der Sanktionsbeschränkungen nicht weiterverfolgen. Der Aktientausch wurde im November vergangenen Jahres vereinbart.

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