Unternehmen / Ausland

Glencore gibt dem Druck der Anleger nach

Wegen der schwachen Rohstoffmärkte plant der Rohstoffkonzern, die Schulden um rund 10 Mrd. $ zu senken. Erreicht werden soll dies unter anderem durch eine Kapitalerhöhung. Die Dividende wird ausgesetzt.

Die Aktien von Glencore hatten im laufenden Jahr bis zum Wochenende mehr als 50% ihres Werts verloren – deutlich mehr als alle anderen grossen Rohstoffkonzerne. Allein vergangene Woche gaben sie 17% nach. Grund waren die fallenden Preise vieler Rohwaren, die das Unternehmen produziert, und die Verunsicherung der Anleger, die sich angesichts der hohen Nettoverschuldung Sorgen um die Qualität der Bilanz machen.

Jetzt hat Glencore reagiert. Am Montag hat sie ein Massnahmenpaket angekündigt, mit dem die Nettoverschuldung bis Ende 2016 von gegenwärtig rund 30 auf 20 Mrd. $ gesenkt werden soll. Noch im August anlässlich der Präsentation der Halbjahresresultate hatte sich der Konzern mit einer Reduktion der Nettoverschuldung auf 27 Mrd. $ zufriedengegeben. Seither hat der Aktienkurs aber weiter nachgegeben. Vergangene Woche kam noch dazu, dass die Ratingagentur Standard & Poor’s den Ausblick für das BBB-Kreditrating von Glencore auf negativ gesetzt hat. Das Unternehmen braucht dieses Rating – das zweitniedrigste mit Investmentqualität –, um günstig an Kredite zur Finanzierung seiner umfangreichen Handelsaktivitäten heranzukommen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?