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GLKB trotz höherem Ertrag mit Gewinnrückgang

Wegen gestiegenen Investitionen gingen die Gewinnzahlen der Kantonalbanken in den ersten neun Monaten 2021 zurück.

(AWP) Die Glarner Kantonalbank (GLKB) hat in den ersten neun Monaten des Jahres die Erträge dank einem weiteren Anstieg im Zinsengeschäft und dem Ausbau ihrer Kreditfabrik erhöht. Wegen einer höherer Investitionstätigkeit und einer gestiegenen Abgeltung für die Staatsgarantie gingen die Gewinnzahlen aber zurück.

Der Geschäftserfolg als Mass für das operative Ergebnis sank in der Berichtsperiode um 5,4% auf 21,0 Mio. Fr., wie die GLKB am Freitag mitteilte. Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 5,8 Mio. Fr., was einem Rückgang um 5,8% gegenüber dem Vorjahreswert entsprach.

Besseres Anlagegeschäft

Insgesamt steigerte die Bank den Betriebsertrag um 8,6% auf 65,4 Mio. Fr. So legte das Kantonsinstitut auch im wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft, trotz anhaltendem Druck auf die Zinsmargen deutlich zu (Nettoerfolg +8,5% auf 50,9 Mio.).

Einen klaren Anstieg verzeichnete aber auch der Kommissionserfolg (+10,8% auf 10,7 Mio.). Dabei profitierte die Bank von höheren Einnahmen im Anlagegeschäft wie auch dem stetigen Ausbau der GLKB-Kreditfabrik im «Business-to-business»-Geschäft. Schwächer fiel der Handelserfolg aus (-4,7% auf 2,8 Mio.).

Mehr Kundengelder

Im Hypothekargeschäft, wo die Bank mit ihrem «Hypomat» zu den Vorreitern bei den Online-Hypotheken zählt, legte die GLKB weiter zu. Die Hypothekarforderungen erhöhten sich von Januar bis September um 3,4% und beliefen sich zum Ende des dritten Quartals auf 5,2 Mrd.

Die Kundengelder stiegen derweil um 380 Mio. Fr. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 9,6% auf 7,7 Mrd. Fr. Einen Ausblick auf das Gesamtjahr gab die Bank nicht.