Vor tausend Jahren wurden schätzungsweise lediglich 4% der bewohnbaren Erdoberfläche landwirtschaftlich genutzt. Heute sind es 50% – und das Wachstum der Menschheit lässt erwarten, dass der Bedarf noch steigen wird. Das kann zulasten des Walds (und damit der Biodiversität) gehen, wie beispielsweise die unablässige Brandrodung im Amazonasgebiet zeigt. Die Verteilung des Agrarlands, das insgesamt 51 Mio. km² ausmacht, ist unausgeglichen. Weideland und Boden, der zum Anbau von Futterpflanzen dient, machen addiert 77% der Landwirtschaftsfläche aus. Was Rinder, Schafe, Ziegen etc. hergeben, entspricht jedoch nur 18% des Kalorienertrags und 37% des Proteinertrags aus den Agrarflächen. Die für den menschlichen Konsum (primär als Nahrung, zudem auch als Biotreibstoff) bestimmten Nutzpflanzen dagegen liefern 83% des Kalorien- und 63% des Proteinertrags. Anzufügen ist, dass sich längst nicht alles Weideland eignet, um unter den Pflug genommen zu werden. In den vergangenen Jahrzehnten ist der Ernteertrag pro Fläche im weltweiten Durchschnitt erheblich gestiegen: Um dieselbe Menge wie 1961 zu ernten, braucht es heute noch 30% des Bodens. Ohne Agrochemie – Dünger, Pflanzenschutzmittel – und Gentechnik könnte die Produktion von Feldfrüchten und Getreide der Nachfrage der wachsenden Weltbevölkerung nicht gerecht werden.