Mit dem globalen, synchronen Aufschwung ist es definitiv vorbei. Während die US-Wirtschaft zu überhitzen droht, lässt die Dynamik in China und Europa immer mehr nach. Unter dem Strich resultiert für die Weltkonjunktur eine weitere Verlangsamung, die sich im vierten Quartal fortsetzen dürfte.

Darauf deutet der globale, nach Wirtschaftsleistung der Länder gewichtete Einkaufsmanagerindex (Purchasing Managers Index, PMI) des verarbeitenden Gewerbes (vgl. Glossar unten). Der zuverlässige Frühindikator ist im Oktober von 52,2 auf 52,1 gefallen, den niedrigsten Stand seit zwei Jahren.

Der Rückgang geht in erste Linie auf das Konto der europäischen Industrie-PMI. Ausser in Spanien verschlechterten sich die Umfrageergebnisse zum Vormonat überall. Der PMI für die Eurozone ist 1,1 Punkte auf 52,1 gesunken und befindet sich nun auf dem niedrigsten Stand seit dem Sommer 2016. Die deutsche Industrie – in der jüngsten Vergangenheit ein Garant für kräftiges Wachstum – hat ebenfalls Schwung verloren. Seit Ende 2017 ist der Einkaufsmanagerindex über 10 Punkte auf 52,3 gefallen. Auch in Frankreich ist der Industrie-PMI auf ein Zweijahrestief von 51,2 Punkten eingeknickt. Die Werte liegen zwar noch klar über der Wachstumsgrenze von 50. Doch das Beispiel Italien zeigt, wie schnell die Stimmung kippen kann: Nach dem kräftigen Aufschwung im vergangenen Jahr ist der italienische Einkaufsmanagerindex im Oktober zum ersten Mal seit August 2016 unter diese kritische Grenze gerutscht.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare