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Globales Denken im Hochzinsanleihen-Universum

Volker Kurr

Angesichts der niedrigen Zinsen orientieren sich die Anleger bei der Suche nach Rendite zunehmend global. Das bedeutet, dass Investitionen in hochverzinsliche Anlagen vermehrt über die USA hinaus getätigt und neue Anlagechancen in den Schwellenländern erschlossen werden.

Ein Markt im Wandel

In den vergangenen zehn Jahren haben Hochzinsanlagen enorm an Bedeutung gewonnen und sich zu einer wahrhaft globalen Anlageklasse entwickelt. Der Markt fuer Hochzinsanlagen konzentrierte sich traditionsgemäss  auf die USA.

Doch heutzutage reicht es häufig nicht aus, sich nur auf den US-Hochzinsmarkt zu konzentrieren – eine globale Ausrichtung kann attraktive Anlagechancen bieten. Dadurch können die Anleger ihr Engagement in Unternehmen und Sektoren stärker diversifizieren und verschiedene Makrobedingungen nutzen. Dieser Ansatz ist nicht nur  Theorie, sondern bewährt sich in der Praxis: Wenn Anleger ihre Positionen streuen, sind sie nicht dem Einzelrisiko eines Ausfallzyklus ausgesetzt.

Als Ausgangspunkt empfehlen wir, jeweils ein Drittel der Anlagen auf die USA, Europa (einschliesslich Grossbritannien) und die Schwellenländer zu verteilen. So wird die Tendenz der Marktkapitalisierungsindizes ausgeglichen, höher verschuldete Länder und Unternehmen stärker zu gewichten. Stattdessen entspricht die Positionierung im Wesentlichen der Verteilung des globalen BIPs. Das Portfolioengagement in den Regionen kann anschliessend gemäss Makroeinschätzungen angepasst werden, um die Renditen zu steigern.

Schwellenmärkte – Wahrnehmung und Realität

Viele Anleger sorgen sich bei einem globalen Ansatz über ein Engagement in den «stark risikobehafteten» Schwellenmärkten. Wie die folgende Grafik zeigt, gibt es allerdings keine handfesten Gründe für diese Angst. Die Ausfallraten in den Schwellenländern sind nicht beständig höher und die Furcht vor Betrug scheint ebenfalls übertrieben. Wäre Betrug tatsächlich ein signifikantes Problem, dann wären schliesslich auch die Ausfälle deutlich häufiger. Während es jüngst zu Betrugsfällen in China kam, sollten wir uns vor Augen halten, dass sich die grössten Betrugsskandale des letzten Jahrzehnts – Enron und Worldcom – beide in den USA ereigneten.

Aufgrund der Aversion gegenüber den Schwellenmärkten können sich häufig Gelegenheiten durch Unterbewertung von Schwellenländerunternehmen gegenüber ihren Industrieländerpendants ergeben. Um diese Chancen zu nutzen, ist unseres Erachtens ein solider  Top-down-Ansatz erforderlich, der es ermöglicht, in günstige makroökonomische Bedingungen zu investieren. Auch eine umfassende Recherche im Kreditbereich spielt eine wesentliche Rolle. Werden diese Ansätze gut implementiert, können die Schwellenländer als Diversifizierungs- und Performancequelle für Hochzinsportfolios genutzt werden.  Während traditionelle Hochzinsstrategien die Schwellenmärkte womöglich zu wenig berücksichtigen, sind wir von einem flexiblen globalen Ansatz überzeugt.

Die globale Zukunft Von Hochzinsanlagen 

Trotz seines enormen Wachstums befindet sich der Markt für Hochzinsanlagen bei seiner Entwicklung hin zu einem wesentlichen Bestandteil des Anlageuniversums noch immer in einem relativ frühen Stadium. Das zunehmende Wachstum in den Schwellenländern wird dazu führen, dass die Anleger stärker zwischen Regionen wie Asien und Lateinamerika differenzieren. Unterdessen dürften Änderungen des Insolvenzrechts in Europa Kapitalmärkte entstehen lassen, die mit den USA konkurrieren können.

Die Anleger können von den zusätzlichen Renditen profitieren, die sich im Zyklusverlauf erzielen lassen, ebenso wie von Diversifizierungsvorteilen. Wir gehen davon aus, dass Hochzinsanlagen in nicht allzu langer Zeit eine wesentliche Rolle bei der Vermögensallokation von Anlegern spielen werden und sich ein solider globaler Ansatz am besten für diese Anlageklasse eignet.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.lgim.com