Märkte / Makro

Glück im Unglück für Junk-Bond-Investoren

Interventionen der Regierungen und der Zentralbanken verhindern rekordhohe Zahlungsausfälle. Jetzt notieren die Anleihen so, als ob die Welt in Ordnung wäre.

Wer mit Anleihen Geld verdienen will, muss bei der Bonität Abstriche machen. Denn bei sicheren Staatsanleihen ist die Rendite schon seit längerem unter null – und das selbst vor Abzug der Inflation.

Ein Zinsvorteil auf dem Papier bringt aber wenig, wenn der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Eine Rezession mit vielen Zahlungsausfällen ist deshalb das schlimmste Szenario für die Käufer von spekulativen Hochzins­anleihen, auch Ramschpapiere oder Junk Bonds genannt. Deshalb brachen deren Kurse im Frühling ein, als klar wurde, dass das Covid-19-Virus kein rein chinesisches Problem mehr ist. Doch im Nachhinein entpuppt sich das Pandemiejahr 2020 für Junk-Bond-Emittenten und ihre Investoren als weit weniger verheerend, als es der historische Einbruch der Wirtschaftsleistung vermuten liess.

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