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GM verdient trotz Chipmangels deutlich mehr

Der US-Autobauer trotzt dem weltweit herrschenden Chipmangel und verdient im vergangenen Jahr deutlich mehr.

(Reuters) General Motors (GM 32.19 +1.35%) lässt sich vom weltweiten Chipmangel nicht von seinem Kurs abbringen. Der US-Autobauer stellte für dieses Jahr ein Betriebsergebnis von 13 bis 15 Mrd. $ in Aussicht. «Angesichts der sich verbessernden Aussichten für Halbleiter in den USA und China erwarten wir, dass unsere Ergebnisse 2022 stark bleiben», erklärte das Unternehmen am Dienstag. 2021 steigerte GM das Betriebsergebnis (Ebit) um fast die Hälfte auf 14,3 Mrd. $. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 10 Mrd. $, ein Plus von 56% im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz legte um 4% auf 127 Mrd. $ zu.

Der zweitgrösste US-Autobauer profitierte unter anderem von höheren Preisen für Pickups und SUV sowie robusten Geschäften seiner Finanz- und Leasingtochter. Auch eine milliardenschwere Ausgleichszahlung des südkoreanischen Batterielieferanten LG Electronics für den Massenrückruf des Elektroautos Chevrolet Bolt sorgte dafür, dass GM auf Kurs blieb.

Die über viele Jahrzehnte gehaltene Position als Nummer eins auf dem US-Markt hatte GM wegen des Halbleitermangels im vergangenen Jahr an Toyota verloren. Während der Detroiter Konzern im vergangenen Jahr 2,2 Mio. Fahrzeuge absetzte, kam der japanische Rivale auf 2,3 Mio. Einheiten. GM investiert derzeit massiv in die Elektromobilität und automatisiertes Fahren. Bis 2035 sollen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor weitgehend aus dem Angebot verschwinden.