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Gold hat noch Potenzial

Anders als in Rohstoffen treibt die Nachfrage den Goldpreis.

Peter Sigg, LGT Capital Partners

Vergangene Woche hat der Goldpreis nach der starken Aufwärtsbewegung nach dem Brexit-Entscheid seitwärts tendiert. Schaut man sich die Performance der Rohstoffsektoren seit Jahresbeginn an, geht der Edelmetallsektor – basierend auf den Bloomberg Commodity Indices – klar als Gewinner hervor. Basismetalle haben rund 8% zugelegt, Energierohstoffe haben sich um etwa 11% verteuert, Agrarrohstoffpreise sind im Durchschnitt um 13% gestiegen, und der Edelmetallindex konnte 26% zulegen.

Nach einer sehr stark überverkauften Situation der Rohstoffmärkte hat sich das Sentiment für Rohstoffinvestitionen deutlich verbessert, und Short-Positionen wurden geschlossen. Im Agrar- und im Energiesektor war hauptsächlich die Angebotsseite für die Preiserholung verantwortlich. Zahlreiche Produktionsausfälle (in Kanada und Nigeria) im Erdöl­sektor und Unsicherheiten über die Entwicklung der Ernte von Agrarrohstoffen (aufgrund von negativen Wettereinflüssen) wirkten preisunterstützend. Im Edelmetallbereich zeigt sich ein anderes Bild. Die Angebotsseite ist sehr stabil und wächst mit rund 3% pro Jahr. Die Bewegungen im Goldpreis werden folglich hauptsächlich durch Veränderungen der Goldnachfrage bestimmt. Nun kann man sich die Frage stellen: Warum ist die Goldnachfrage diese Woche wegen der Brexit-Unsicherheit nicht weiter gestiegen? Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.