Märkte / Rohstoffe

Goldaktien sind das bessere Gold

Seit Jahren können die Aktien der Goldproduzenten nicht mit der Preisentwicklung des Edelmetalls mithalten. Warum sich das nun ändern könnte.

An Gold scheiden sich die Geister. Die einen halten es für ein unproduktives gelbes Metall, für die anderen ist es der einzige sichere Wert im aufgeblähten Papiergeldsystem. Auch in der Frage, ob Gold oder Goldminenaktien das bessere Investment sind, gehen die Meinungen auseinander. Für die Puristen gibt es nur Gold, am liebsten in Form von Barren und Münzen. Nur so kommen die Vorteile wie die Wertbeständigkeit und die seit Jahrtausenden hohe Akzeptanz als Zahlungsmittel voll zum Tragen.

Bei den Goldaktien geht es mehr um die Performance, und sie haben ein anderes Risikoprofil. Hier tragen Anleger das ganze Unternehmens-, aber auch Aktienmarktrisiko. «Das schlägt vor allem in Stressphasen wie im vergangenen März voll durch», sagt Ronald-Peter Stöferle, Fondsmanager beim Liechtensteiner Vermögensverwalter Incrementum. Zu den Unternehmensrisiken gehören auch regulatorische und politische Risiken, geologische Risiken und Managementrisiken. Und da die Minen mit Fremdkapital arbeiten, gilt in der Regel auch, dass sie eine gehebelte Wette auf den Goldpreis sind.

Viel Kapital vernichtet

Die Kursentwicklung der Goldminenaktien der vergangenen Jahre zeigt aber, dass Anleger für das zusätzliche Risiko des Minenbetriebs nicht entschädigt wurden. Peter Frech, Portfoliomanager des Schweizer Vermögensverwalters Quantex, sagt dazu: «Wie alle zyklischen und kapitalintensiven Industrien sind Goldminen kein simples Buy-and-Hold-Investment.» Auf lange Sicht werde tendenziell Wert vernichtet. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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