Unternehmen / Finanz

Goldman schräubelt an der Strategie

Die US-Investmentbank bewegt sich in Richtung Vermögensverwaltung und Asset Management.

Für sich allein genommen sind es verhältnismässig kleine Schritte. Schon seit 2016 ist Goldman Sachs (GS) im US-Kleinkundengeschäft mit der Digitalbank Marcus unterwegs. Seit 2019 ist sie auch Herausgeberin der Apple-Kreditkarte. Im selben Jahr hatte sie für 750 Mio. $ den US-Wealth-Manager United Capital mit 22 Mrd. $ verwalteten Vermögen gekauft.

Im vergangenen Monat unterstrich Goldman ihre europäischen Ambitionen und schnappte sich zum Preis von 1,6 Mrd. € den 355 Mrd. $ schweren Asset-Management-Arm des niederländischen Versicherers NN Group. Für ihn hatten sich anscheinend DWS (die Asset-Management-Tochtergesellschaft der Deutschen Bank), UBS und weitere grosse Finanzinstitute interessiert.

Credit Suisse kann nicht mitmachen

Credit Suisse war sicher nicht unter den Bewerbern. Sie musste sich im Frühjahr 1,7 Mrd. Fr. frisches Geld bei den Aktionären beschaffen, um nach den Archegos-Milliardenverlusten ihre Kapitalstärke zu erhalten. Über Bewegungsfreiheit für Akquisitionen in dieser Grössenordnung verfügt sie nicht. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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