Märkte / Rohstoffe

Goldpreis auf höchstem Stand seit 2013

Investoren flüchten in die als krisensicher geltende Anlage. Der Preis des Edelmetalls avanciert Richtung 1700 $.

(AWP) In unsichereren Zeiten spielt Gold (Gold 1649 -0.32%) einmal mehr seine Eigenschaft als «Krisenmetall» aus. Der Einbruch der Aktienmärkte und der Rückgang der Anleiherenditen haben den Preis des Edelmetalls am Freitagmorgen mit 1690 $ auf den höchsten Stand seit 2013 getrieben. Zuletzt lag der Preis für die Feinunze bei 1687 $. Damit nähert sich der Preis der nächsten Marke von 1700 $.

Die Commerzbank (CBK 3.499 5.17%) hat ihre Goldpreis-Prognose von 1550 auf 1650 $ angehoben. Als Treiber hat Rohstoffanalyst Carsten Fritsch neben den Sorgen um das neuartige Coronavirus die rekordniedrigen Renditen an vielen Anleihemärkten ausgemacht. «In einem derartigen Marktumfeld ist Gold als zinslose Anlage gefragt», stellt Frisch in einer Studie fest. Welches Ausmass die Nachfrage mittlerweile erreicht hat, lässt sich an den börsengehandelten Gold-Fonds ablesen. «Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichneten zwischen Ende Januar und Ende Februar an 25 Tagen in Folge Zuflüsse, was es über einen so langen Zeitraum zuvor noch nie gegeben hatte», so der Analyst.

Wegen der anhaltenden Unsicherheiten und weiter sinkender Zinsen dürfte Gold seine Hochs noch nicht gesehen haben. «Dem liegt die Erwartung zugrunde, dass die Auswirkungen des Coronavirus im zweiten Quartal spürbar nachlassen und sich die Lage an den Märkten entsprechend beruhigt», heisst es in der Studie.

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