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Google-Mutter Alphabet wächst langsamer

Der Umsatz beim US-Suchmaschinenbetreiber wächst so schwach wie seit drei Jahren nicht mehr. Nachbörslich verloren die Aktien mehr als 5%.

(Reuters) Eine Milliardenstrafe der EU-Wettbewerbsbehörde hat ein Loch in die Quartalsbilanz der Google-Mutter Alphabet gerissen. Der Gewinn von des US-Technologieriesen brach im ersten Quartal um fast 29% auf 6,7 Mrd. $ ein, wie der Suchmaschinenbetreiber am Montag mitteilte. Ausserdem war das Umsatzwachstum so gering wie seit drei Jahren nicht mehr. Die Aktien von Alphabet sackten im nachbörslichen Handel an der Wall Street um mehr als 5% ab, nachdem sie zu Börsenschluss noch auf ein Rekordhoch von 1296 $ gestiegen waren.

Die Erlöse stiegen im Zeitraum von Januar bis März um 17% auf 36,34 Mrd. $. Vom Datenanbieter Refinitiv befragte Analysten hatten im Schnitt mit gut einer Milliarde Dollar mehr gerechnet. Damit hinkt Alphabet seinen heimischen Rivalen hinterher: Internet-Konzerne wie Facebook (FB 186.17 1.34%), Amazon (AMZN 1816.12 1.31%) und Twitter (TWTR 41.7 2.76%) hatten im vergangenen Quartal von der guten US-Konjunktur profitiert und mit ihren Ergebnissen die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Die EU-Kommission hatte Alphabet im März eine Geldbusse von 1,7 Mrd. $ aufgebrummt, weil Google (GOOGL 1200.44 1.8%) seine beherrschende Stellung auf dem Markt für Online-Werbung missbraucht haben soll. Der Konzern habe bei der Vermittlung von Suchmaschinenwerbung Wettbewerber ausgeschaltet, wodurch Konkurrenten und Verbrauchern Schaden entstanden sei. Es war bereits die dritte Strafe, die die EU-Behörde dem US-Internetriesen auferlegte.

Für Stirnrunzeln bei Investoren sorgten auch die gestiegenen Kosten. Diese erhöhten sich zum Jahresauftakt um 16,5%  auf knapp 30 Mrd. $, wie Alphabet mitteilte. Experten monieren seit längerem einen steigenden Kostendruck bei dem Konzern, der mehr Geld ausgab für den Ausbau seines Netzes an Rechenzentren, neue Immobilien und die Entwicklung von Projekten auf Basis Künstlicher Intelligenz.

Auch bei der Aktienkursentwicklung kann Alphabet nicht mit seinen amerikanischen Rivalen mithalten. Seit Anfang des Jahres legten die Titel 23% zu, während Facebook knapp die Hälfte gewann, Netflix (NFLX 309.38 2.17%) 39% und der iPhone-Hersteller Apple (AAPL 210.35 1.86%) 30%.

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